GRAFFITI FÜR EINE GARAGENWAND AM BAHNHOF KRONSHAGEN

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ein Abschlussprojekt des Ästhetischen Profils des 12. Jahrgangs vom Gymnasium Kronshagen in Verbindung mit Street-Art-Künstlern und dem Bündnis-Eine-Welt
Schleswig-Holstein e.V., durchgeführt am 23. und 25. Mai 2018.

 

Zum Projekt:

Frau Köhler-Ventzke - eine ehemalige Schülermutter - fragte beim Kunstlehrer Herrn Hiebner an, ob er zusammen mit seinem Ästhetischen Profil eine neu verputzte Rückwand von ca. 10 Garagen, die zum Bahnsteig des Bahnhofs Kronshagen weist, mit einer professionellen Graffiti-Gestaltung versehen könne.

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Im Unterricht wurden Bild– und Schriftentwürfe (character und pieces) entwickelt, als Thema kristallisierte sich „der Weltraumbahnhof Kronshagen“ heraus. Zuerst erstellten wir an der Tafel mit dem ganzen Profil ein Grundkonzept, von dem anschließend jeder selbst mit Teilentwürfen einen Ausschnitt des Gesamtbildes detaillierter ausarbeitete und einen Entwurf für die Wandfläche anfertigte. Ziel war es, neben der thematischen Orientierung an einem Weltraumbahnhof für den Hintergrund die anschließenden Haltestellen der Bahnstrecke als Graffiti-Piece vordergründig auf der Fläche umzusetzen.
Unsere Einzelarbeiten wurden anschließend zu einem großen Gesamtbild zusammengefügt, das wir an zwei unserer schulfreien Tage auf die Fläche übertrugen.

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Die Erde und andere Planten sind im Weltall zu sehen, Astronautinnen, Bahn– und Flugobjekte fliegen durch den Raum. Weitere Inhalte der Darstellung sind auch ausgewählte globale Nachhaltigkeitsziele, wie z.B. die Darstellung der Geschlechtergerechtigkeit für Frauen und Mädchen als Astronautinnen, die Sicherung nachhaltiger und zeitgemäßer Energie - als Kontrast fliegt ein Atommüllfass durch das All, die Erde scheint ich selbst zu zerstören. Ein Nahverkehrszug wirkt wie ein Symbol für die belastbare Infrastruktur auch in der Zukunft im All.

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Unterstützung bei der Umsetzung bekamen wir vor Ort von den Spray-Profis Lennart Krohn und Christoph Kröger, die uns in die Grundlagen des Sprayens einführten und mit Tipps und Tricks für die Erarbeitung zur Seite standen, während wir selbst aktiv wurden. Insgesamt etwa 15 Stunden Arbeit stecken in der Gestaltung, für die wir uns aufgrund der Hitze an beiden Tagen mit einem Eis aus der nahegelegenen Eisdiele belohnten.
Das Projekt war eine schöne Erfahrung zum Abschluss, die uns als Klasse noch einmal ganz im Sinne des ästhetischen Profils für ein künstlerisches Projekt zusammenbrachte, das hoffentlich noch eine ganze Weile unbeschadet erhalten bleibt.

Das Bündnis Eine Welt SH e.V. führte dieses Projekt gemeinsam mit dem Gymnasium Kronshagen, mit finanzieller Unterstützung der BINGO Projektförderung, RENN Nord und dem Förderverein des Gymnasiums Kronshagen durch. Frau Katrin Kolbe hatte den Kontakt zwischen dem Street-Art-Künstler Christoph Kröger vom Graffiti-Studio „Vanartizm“ aus Kiel und Herrn Hiebner hergestellt und auch finanzielle Unterstützung zugesagt. Diese kommt ebenso vom Förderverein des Gymnasiums Kronshagen.

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Vielen Dank allen Beteiligten und Förderern dieses Projektes ... es war lehrreich, anstrengend, hat Spaß gemacht ... also einfach super !!!

Text und Fotos: Rebecca Tiemann, Katharina Fricke 12 a und Thorsten Hiebner

ZUSATZINFORMATIONEN:

Globale Nachhaltigkeitsziele:
Die Agenda 2030 mit den 17 SDG wurde im September 2015 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen von den 193 Mitgliedsstaaten beschlossen (Resolution A/RES/7001). Alle 193 Staaten wollen die 17 SDG mit den 169 Unterzielen in ihrem Land umsetzen und sich auf internationaler Ebene bei der Umsetzung unterstützen. Alle Staaten sind demnach das erste Mal in der Geschichte Entwicklungsländer!

Was steht drin:
Die 17 Ziele der SDG befassen sich mit allen drei Dimensionen von Nachhaltigkeit, der ökologischen, der sozialen und der ökonomischen. Im Zentrum der Agenda stehen die "5 P`s": People, Partnership, Peace, Prosperity, Planet. An diesen Stichworten sind die 17 SDGs ausgerichtet und mit der Erreichung der 17 Ziele sollte unserer Weltgesellschaft die Transformation zu einem nachhaltigeren Leben gelingen.

Aber:
Die Entscheider dieser Welt (Regierungen der 193 Staaten) müssen die Erfüllung der Ziele auf ihrer Agenda stehen haben (Normen, Gesetze, Strukturen), damit die Umsetzung auch nachhaltig und umfassend gelingen kann. Die Zivilgesellschaft hat zur Aufgaben dies einzufordern und die Agenda 2030 mit der Forderung zur Umsetzung bekannt zu machen. Zudem gibt es unter den 17 SDG und 169 Unterzielen einige Zielkonflikte. Diese müssen in gesellschaftspolitischen Prozessen ausgehandelt werden. Die Umsetzung ist ein Prozess, der gestaltet werden muss.

Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI):
Das BEI ist der gemeinnützige Dachverband von rund 85 Vereinen, Organisationen und Initiativen, die sich in SH für entwicklungspolitische Belange engagieren oder Partnerschaften in sogenannte Entwicklungsländer pflegen. Als Landesnetzwerk und Dachverband setzt sich das BEI in SH für die Belange seiner Mitgliedsgruppen ein und führt selber Projekte in Rahmen der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit durch, so auch zu den globalen Nachhaltigkeitszielen. Auf Bundesebenen ist das BEI in der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke e.V. (agl) organisiert.

zum KN-Artikel vom 25.5.2018 geht es hier (Presseecho Mai 2018)

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