an dieser Stelle unserer Homepage veröffentlichen wir den aktuellen Elternbrief  

Liebe Eltern,

mit meinen „Elternbriefen“ versuche ich Sie einigermaßen regelmäßig über die wichtigsten Themen zu informieren, mit denen sich das Gymkro beschäftigt oder beschäftigen muss. Das will ich auch heute tun im Wissen, dass ich aus Platzgründen hier längst nicht alles ansprechen kann, was Sie vielleicht interessiert. Ich bitte dafür um Verständnis.

Winnenden und die Konsequenzen

In den Osterferien war ich mit meiner Frau in Winnenden. Nicht aus Sensationslust, 

sondern zu einem lange verabredeten Besuch bei meinem besten Freund aus Studientagen. Er ist dort Allgemeinarzt, genauer gesagt liegt seine Praxis in Weiler zum Stein. Das ist jener Ortsteil von Leutenbach, in dem Tim K., der Täter, mit seiner Familie wohnt(e). Die Familien von Vater und Mutter leben schon lange dort, es gibt viele Verwandte. Jeder kennt jeden.
Über das Geschehene können / wollen viele Menschen bis heute nicht sprechen, weil das Entsetzen und die Fassungslosigkeit sie nach wie vor ausfüllt und ihnen die Worte nimmt. Nur zu ihrem Arzt sprechen manche.
Ich habe daher viele Geschichten gehört, die nicht in den Zeitungen stehen. Geschichten von Nachbarn, Verwandten, Mitschülerinnen und Mitschülern. Aber eines habe ich nicht gehört: eine Erklärung. Hinweise ja, aber keine Erklärung, die diese in jeder Hinsicht unbegreifliche Tat fassbar machen könnte.
Mehr noch als vorher glaube ich daher nach diesem Besuch, der mich auch zur Albertville-Realschule führte, dass Taten solcher Dimension wie in Erfurt oder in Winnenden nicht unmittelbar zu verhindern sind. Wir können nicht alle Schulen sichern wie Jugendstrafanstalten. Aber gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern und Ihnen als Eltern können wir einiges tun, um Ähnliches jedenfalls mittelbar sehr unwahrscheinlich werden zu lassen. Wichtig ist auf jeden Fall: 
-    Alle in der Schule müssen wissen, was sie in einem solchen Notfall zu tun haben. In Zusammenarbeit mit der Kronshagener Polizei haben wir dieses im Lehrerkollegium besprochen, auch mit den Schülerinnen und Schülern wird das richtige Verhalten thematisiert werden.
-    Zu besprechen ist auch das Problem der „Trittbrettfahrer“, die es nach Winnenden ja auch in Schleswig-Holstein gab, zuletzt in der vergangenen Woche in Kaltenkirchen.
Zwei Jugendliche aus Bordesholm mussten dafür hinter Gitter, auf die Eltern kommen hohe Kosten für den Polizeieinsatz zu.
-    Wir müssen neben den unbestrittenen Vorteilen der heutigen Unterhaltungs- und Informationstechnologien auch ihre Gefahren speziell für die Gesundheit von Körper und Geist Heranwachsender noch stärker wahrnehmen und thematisieren, Sie mit Ihren Kindern und wir mit unseren Schülerinnen und Schülern.
-    Vor allem aber müssen wir alles tun, damit Heranwachsende sich geachtet und wahrgenommen fühlen, Ansprechpartner finden, wenn sie Probleme haben. Das können Gleichaltrige sein, aber auch die Eltern oder Lehrerinnen und Lehrer. Hier sind wir alle ganz besonders gefordert!

Offizielle Einweihung des neuen Fachtrakts

„Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unser Neubau nicht“, so sang der Unterstufenchor unter Leitung von Herrn Siewertsen, als bei strahlender Sonne am Montag dieser Woche der Schule offiziell der neue Fachtrakt für die Naturwissenschaften übergeben wurde, ein Anlass großer Freude für das Gymkro, aber auch für die Gemeinde Kronshagen als Schulträger. Entstanden ist in nur achtmonatiger Bauzeit ein Erweiterungsbau, der sich farblich und architektonisch dem bestehenden Gebäude sehr gut angliedert und der die Lehr- und Lernbedingungen im Bereich der Naturwissenschaften entscheidend verbessert.
Frau Bürgervorsteherin Dannenberg und Bürgermeister Meister sowie die vielen geladenen Gäste konnten sich nach der festlichen Übergabezeremonie bei einem Rundgang davon überzeugen, dass auf über 1000 Quadratmetern großzügige Unterrichts- und Vorbereitungsräume entstanden sind, die modernen schülerzentrierten Unterricht ermöglichen.
In den nächsten Wochen werden wir vor allem noch damit beschäftigt sein, die Computerausstattung zu vervollständigen, damit dann alle neuen Arbeits- und Unterrichtsmöglichkeiten in vollem Umfang genutzt werden können.
Sie als Eltern haben spätestens am Freitag, 25. September anlässlich eines für diesen Tag geplanten Schulfestes die Möglichkeit, die neuen Unterrichtsräume ausgiebig zu besichtigen. Dann werden auch die Umbauten im Altbau weitestgehend abgeschlossen sein, so dass Sie dann das ganze „neue“ Gymkro nach seiner baulichen Metamorphose erkunden können. Merken Sie diesen Termin vor, Sie sind ganz herzlich eingeladen!

Viel längere Schultage im nächsten Schuljahr?

G 8 und Kontingentstundentafel führen bekanntlich für die Klassenstufen 5-10 zu längeren Unterrichtstagen als bisher. Die Landesregierung hat den Gymnasien daher angeboten, ab dem kommenden Schuljahr eine Mittagsbetreuung mitzufinanzieren, die allerdings an Vorgaben geknüpft ist. Die wichtigsten sind, dass alle Schülerinnen und Schüler an der Mittagsbetreuung teilnehmen müssen und dass die Mittagspause ca. 60 Minuten lang sein muss. Außerdem muss dieses Angebot das ganze Schuljahr hindurch bestehen.
    Wir haben die Belastung unserer jetzigen Sextanerinnen und Sextaner in diesem Schuljahr sorgfältig beobachtet und viele Gespräche über das Angebot der Landesregierung geführt. Im Ergebnis sind wir der Auffassung, dass dessen Umsetzung für unseren Schulstandort im Augenblick mehr Nachteile als Vorteile bietet.
Wir wollen daher lieber das weiterentwickeln, was wir haben und was sich im Wesentlichen sehr bewährt hat. Der Kernpunkt wird folgender sein:
Die Sexten haben voraussichtlich einen langen Tag am Dienstag mit Unterricht bis 14.15 Uhr, die Quinten haben zwei lange Tage am Montag und Mittwoch. An diesen Tagen haben die Klassen eine große Mittagspause von 12.10 Uhr bis 12.45 Uhr. In dieser Zeit können sie in der Mensa essen gehen. Wir entzerren dadurch auch den Mensa-Betrieb, da für alle anderen die große Mittagspause weiterhin von 13 Uhr bis 13.30 Uhr sein wird. Für die Sexten und Quinten folgt nach der Mittagspause an den langen Tagen noch eine Doppelstunde Unterricht.
    Da nicht alle unsere Schülerinnen und Schüler wegen der fehlenden Busanbindung unmittelbar nach der 7. Stunde um 14.15 nach Hause fahren können, planen wir auch Ergänzungen unseres bisherigen nach-unterrichtlichen Angebots (Hausaufgabenbetreuung, Ags usw.) bis 15 Uhr, sodass alle ein bis dahin reichendes Betreuungsangebot bekommen.
    Wir hoffen, dass wir mit diesem Grundkonzept den vielfältigen Bedürfnissen unserer Schülerinnen und Schüler und ihrer Familien am besten gerecht werden.

Rückblicke und Ausblicke

Wichtige Themen erforderten in diesem Brief  viel Raum, daher kann ich anderes, das mehr Ausführlichkeit verdient hätte, nur erwähnen. Für mehr Informationen und Bilder verweise ich daher auf unsere Homepage (www.gymkro.de), über manches wurde auch schon in der Presse berichtet.
Am 20.2. fand im Bürgerhaus der von der SV organisierte, sehr gut besuchte Schulball statt, der allmählich zu einer schönen Tradition wird. Anlässlich eines „Bunten Abends“ am 1.4. zeigten dann unsere Sextanerinnen und Sextaner, was sie so alles können, und sammelten gleichzeitig noch 400 Euro für die Schulhofumgestaltung ein. Eine weitere tolle Gemeinschaftsaktion war das von Herrn Zapel und seinem Projektkurs des 13. Jahrgangs Anfang Mai am Brahmsee durchgeführte Zeltlager für über 60 Schülerinnen und Schüler. Alle hatten wunderbare Tage und die Oberstufenschüler erwarben gleichzeitig den Jugendleiterschein.
Viel Erfreuliches gibt es von diversen Wettbewerben zu berichten. Frau Weiland und ihre Schülerinnen und Schüler siegten beim „Battle of the Books“ in Leipzig. Beim Europäischen Wettbewerb der Europa-Union kamen 30 Teilnehmer aus den Kunst-Klassen und –Kursen von Frau Gesen und Herrn Hiebner. Drei Bundespreise und mehrere Bundesurkunden sowie etliche Landespreise gingen diesmal ans Gymkro! Sehr erfolgreich waren unsere Schülerinnen und Schüler auch wieder beim Fremdsprachenwettbewerb (3.Landespreis) sowie der Mathe-Olympiade ( 3. Bundespreis) und der 6. Internationalen JuniorScience-Olympiade. Betreut wurden die Schülerinnen und Schüler hierbei vor allem von Frau Renwanz,  Frau Fenske und Herrn Zapel.
Nicht unerwähnt bleiben soll das Engagement einer Gruppe von Schülerinnen aus dem Geschichtskurs von Herrn Lippert, die das Schicksal zweier während der Nazi-Diktatur ermordeter Zeugen Jehovas aus Kronshagen recherchierten und so mithalfen, dass auf dem Gehweg vor dem damaligen Wohnhaus in der Kieler Straße gegenüber Lidl zwei „Stolpersteine“ gesetzt werden konnten, die auf dieses Schicksal hinweisen.

Einladen möchte ich Sie abschließend zu einigen Veranstaltungen am Schuljahresende, die Sie u.a. der beigefügten Terminübersicht entnehmen können. Wir freuen uns, wenn Sie auch auf diese Weise den Kontakt zum Gymkro halten!

Ich wünsche Ihnen weiterhin einen schönen Frühsommer!

Ihr Dr. N. Sieverding

(Oberstudiendirektor)