an dieser Stelle unserer Homepage veröffentlichen wir wieder den aktuellen Elternbrief

Liebe Eltern,

"kaum hat die Schule nach den Sommerferien angefangen, sind schon wieder Ferien" - so denkt sicherlich so mancher. Und in der Tat: Sechs Wochen zwischen zwei Ferienperioden sind sehr wenig, so dass sich ein richtiger Arbeitsrhythmus in der Schule gerade erst einzustellen beginnt.

Ich will dennoch kurz zurückblicken, vor allem aber Ihnen einen Einblick in das geben, was die Schule in diesem Schuljahr vor allem beschäftigen wird.

Auftakt

Die ersten Wochen waren vor allem geprägt durch viele Klassenfahrten. Erstmals waren auch unsere neuen Sextanerinnen und Sextaner alle zusammen in Begleitung von neun Lehrerinnen und Lehrern für drei Tage in Schönberg, um sich im neuen Klassenverband kennen zu lernen. Trotz des nicht immer guten Wetters waren es insgesamt erlebnisreiche, schöne Tage, die eine gute Grundlage für das Entstehen der neuen Klassengemeinschaften sind.

Unterwegs waren auch Klassen der Mittelstufe, eine Schülergruppe machte sich auf den Weg zu unserer Partnerschule nach Sarreguemines in Frankreich und im Augenblick ist der gesamte 13. Jahrgang auf Studienfahrt.

Für die in Kronshagen gebliebenen Klassen und Lehrer bedeutete dies zwangsläufig viel Vertretungsunterricht und auch einigen Unterrichtsausfall. Hinzu kam, dass kurz vor Schuljahresbeginn noch einige Lehrkräfte wegen Krankheit längerfristig ausfielen und durch Vertretungslehrkräfte ersetzt werden mussten. So kamen Frau Aggül (D, E), Frau Beth (D), Frau Donner (Bio) und Frau Keil (D, Ek) kurzfristig ins Kollegium, werden uns allerdings zum Teil zu den Herbstferien bereits wieder verlassen (müssen). Wir sind ihnen sehr dankbar, dass sie bereit waren, für diesen kurzen Zeitraum einzuspringen, was alles andere als einfach ist. Sie haben geholfen, große Lücken in der Lehrerversorgung zu stopfen und sich mit ihrem Engagement in kurzer Zeit viel Anerkennung bei Schülern und im Kollegium erworben. Wir wünschen ihnen für ihre berufliche Zukunft alles Gute!

Lehrer- und Unterrichtsversorgung

Bis weit in die Sommerferien hinein war die Schulleitung damit beschäftigt, in Verhandlungen mit dem Ministerium eine möglichst gute Lehrerversorgung zu erreichen, was letztlich aus unserer Sicht nicht vollständig gelungen ist. Immerhin haben wir zwei neue Lehrkräfte mit der Fächerkombination Mathematik und Physik, Herrn Dr. Farokhi und Herrn Pruin, an die Schule bekommen. Zumindest für dieses Schuljahr ist damit der Unterricht in Mathematik und Naturwissenschaften weitgehend gesichert. Frau Ahrens (E, Bio) und Frau Lipkow (Mus, Bio) kamen aus der Elternzeit zurück und helfen ebenfalls, Lücken zu schließen, vor allem in Musik ist dies sehr erfreulich.

Schwierig bleibt die Lage in fast allen anderen Fächern, denn die "Lehrerdecke" ist u.E. trotz einer schmerzhaften Klassenzusammenlegung in den G 8-Quinten nach wie vor zu kurz. Zieht man an einem Ende, sichert man den Unterricht an der einen Stelle, tun sich die Lücken woanders auf. So waren Kürzungen vor allem in der Mittelstufe erforderlich, auch in traditionellen Hauptfächern. Besonders stark betroffen ist z.Zt. Religion.

Wir haben allerdings Prioritäten setzen müssen:  Im 12. und 13. Jahrgang haben wir u.a. wegen des bevorstehenden (Zentral)-Abiturs keine Stundenkürzungen in Leistungs- und Grundkursen vorgenommen, wozu andere Schulen im Lande durchaus gezwungen waren. Im 11. Jahrgang und in den 5. Klassen, die ja gemäß den KMK-Vereinbarungen zur Profiloberstufe und zur Kontingentstundentafel vorgegebene Wochenstundenzahlen haben, haben wir nur sehr wenig gekürzt. Auch haben wir uns im Zweifel eher für eine Kürzung in den G 9-Klassen als in den G 8-Klassen entschieden. In keinem Fall haben wir aber die zulässige Kürzung im Umfang von bis zu 10% überschritten.

Zum 2. Halbjahr werden wir versuchen, durch Änderungen in der Unterrichtsversorgung das eine oder andere Defizit des 1. Halbjahres auszugleichen. Auch wird sich die Situation voraussichtlich dadurch ein wenig verbessern, dass wir zum 2. Halbjahr eine weitere Lehrkraft mit voller Stundenzahl (voraussichtlich Sport / Englisch) bekommen werden. Das Ministerium hat uns mitgeteilt, dass wir diese Stelle selber ausschreiben und auch das Auswahlverfahren durchführen können. Es handelt sich um eine der 75 Stellen, die im Februar zusätzlich an die Gymnasien gehen, um Versorgungsdefizite auszugleichen (man konnte davon in der Presse lesen).

Unterrichtsentwicklung

Die Arbeit an der Verbesserung der Qualität von Unterricht und die Umsetzung der Erfordernisse des neuen Schulgesetzes und etlicher neuer Verordnungen (Schulartverordnung Gymnasien, Kontingentstundentafel, Profiloberstufe, LRS-Erlass) stehen in diesem Jahr im Zentrum der pädagogischen Arbeit der Schule. Die Hauptarbeit muss dabei das Kollegium leisten, aber ohne die Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern und den Eltern sind die beabsichtigten Ziele nicht erreichbar. Deshalb setzen wir an ganz verschiedenen Stellen an:

Im Schulentwicklungsausschuss waren sich die anwesenden Eltern, Schüler und Lehrer  schon vor den Sommerferien über die Bedeutung einer Verbesserung der "Feedback-Kultur" einig. Unterricht hat vor allem dann eine Chance, sich zu verbessern, wenn Lehrer und Schüler dies zum Thema machen. Ich habe diese Gedanken ins Kollegium getragen und viele haben ihn aufgegriffen und in den eigenen Klassen umgesetzt. Auf diesem Weg müssen wir weiter gehen.

Gegenseitige Unterrichtsbesuche von Lehrerinnen und Lehrern, Ausbildungsstunden von Referendarinnen und Referendaren und auch Hospitationen durch den Schulleiter, immer verknüpft mit anschließenden Gesprächen über die Stunden, finden schon regelmäßig statt und erweisen sich als sehr fruchtbar, dienen dem Austausch neuer Ideen. Auch dies können und wollen wir verstärken.

Die Fachkonferenzen haben eine Schlüsselfunktion. In ihnen werden auf der Basis der Lehrpläne schulinterne, kompetenzorientierte Fachcurricula zu erarbeiten sein. Diese müssen verknüpft werden mit dem im vergangenen Schuljahr erarbeiteten und jetzt in einem ersten Entwurf  vollständig vorliegenden Methodencurriculum. Dieses soll die Vermittlung der wichtigsten Lern- und Arbeitsmethoden über die Schuljahre und auf die Fächer verteilt sichern helfen sowie Doppelungen und Auslassungen verhindern. Schließlich ist auch die Verbindung zum Förderkonzept herzustellen, das seinerseits weiterentwickelt werden muss. Das Ministerium hat uns auf unseren Antrag hin drei Lehrer-Wochenstunden für dieses Schuljahr zugestanden, um unser Konzept umzusetzen, worüber wir uns natürlich sehr freuen. Es ist vor allem Frau Weiland, die hieran arbeitet.

In der Oberstufe erfordert vor allem die Zusammenarbeit zwischen den profilgebenden und profilergänzenden Fächern eine Menge Absprachen und Koordinierungsarbeit und muss sich einspielen.

Angesichts der steigenden Schülerzahl im künftigen 11. Jahrgang, müssen wir uns auch schon bald entscheiden, welches vierte Profil wir im kommenden Schuljahr anbieten wollen. Die erste Informationsveranstaltung für die betroffenen Schülerinnen und Schüler zu diesem Thema ist von Herrn Vetter und Frau Wischtukat in der vergangenen Woche durchgeführt worden. Später im Halbjahr werden auch die Eltern zu einem Informationsabend eingeladen werden, bei dem es sowohl um das Thema "Mittlerer Schulabschluss" als auch um das Thema "Profiloberstufe" gehen wird.

Mit der vollständigen Umstellung auf G 8 und der Einrichtung eines Fachraumes NaWi im neuen naturwissenschaftlichen Trakt bekommt das Fach "Naturwissenschaft" (NaWi) einen neuen Stellenwert an unserer Schule. Um die Arbeit in diesem Bereich strukturell zu verankern und das Fach den anderen Fächern gleichzustellen, habe ich die Fachschaft "NaWi" neu ins Leben gerufen. Zu ihrem Vorsitzenden habe ich Herrn Zapel ernannt. Auch Eltern- und Schülervertreter für die Fachschaft sind bereits gewählt worden.

Unterrichtsentwicklung erfordert aber an manchen Stellen auch Investitionen. Als nächstes Vorhaben steht hier die Anschaffung eines computergestützten Messsystems auf der Wunschliste, das es ermöglicht, Messvorgänge in allen naturwissenschaftlichen Fächern statt wie bisher im Lehrerversuch und mit Kreide an der Tafel experimentell in Schülergruppen durchführen zu lassen, die jeweils mit einem Laptop und entsprechenden Messgeräten ausgestattet sind. Wir hoffen, auch dieses in diesem Schuljahr realisieren zu können.

Auch das Projekt "lütt-Ing.", in dem in Kooperation mit ELAC-Nautic und der Technischen Fakultät der CAU Herr Burmeister und Herr Dr. Baltz mit 12 Schülerinnen und Schülern ein Echolot bauen wollen (die KN berichteten darüber), ist ein innovatives Vorhaben, das auf die Praxis des naturwissenschaftlichen Unterrichts zurückstrahlt. Erfreulich an dieser Initiative ist aus schulischer Sicht natürlich auch die Tatsache, dass es über zwei Jahre mit 15000 Euro von der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein gefördert wird.

Auf dem Weg zum ganztägigen Schulbetrieb

Schon jetzt findet Unterricht im zeitlichen Rahmen von 7.45 - 15.50 Uhr statt, allerdings hat nur die Oberstufe bislang achte und neunte Stunden. Durch die Verkürzung der Schulzeit am Gymnasium auf acht Jahre bekommen aber auch die Klassen 5-9 an einzelnen Tagen mehr als sechs reguläre Unterrichtsstunden und damit Unterricht bis in den Nachmittag hinein. Wie die anderen Gymnasien auch sind wir damit dabei, uns von der Offenen Ganztagsschule zur Schule mit regulärem Ganztagsbetrieb zu entwickeln.

Das hat weit reichende Konsequenzen, auf die wir allerdings in einigen Bereichen schon gut vorbereitet sind:
1) Wir haben bereits eine Mensa mit einer professionell organisierten Mittagsverpflegung. Für 2,70 Euro kann man zwischen zwei Essen wählen, bekommt täglich zusätzlich frischen Salat aus der Salatbar und kostenlos gekühltes Wasser aus dem Automaten. Nach einiger Kritik im vergangenen Schuljahr hat sich das Angebot u.E. erkennbar verbessert.
2) Wir haben zusätzlich eine Cafeteria, die alle sonstigen Verpflegungsbedürfnisse abdeckt und für den langen Schultag unverzichtbar ist.
3) Nach dem Unterricht können die Schülerinnen und Schüler in der Schule bleiben und u.a. die Hausaufgabenbetreuung, aber auch das AG-Angebot oder die übrigen Angebote im Rahmen der Offenen Ganztagsschule in Anspruch nehmen.

Angesichts der länger werdenden Schultage müssen wir aber über Konsequenzen für Unterricht, Hausaufgaben und Tagesrhythmus der Kinder und Jugendlichen nachdenken und ggf. Konsequenzen für unseren Stundenplan, die Pausen usw. ziehen. 

Erweiterungsbau

Der neue Trakt für die Naturwissenschaften bekommt in etwa zwei bis drei Wochen sein Dach, und wir können Ende Oktober Richtfest feiern. Wenn keine Verzögerungen eintreten, können wir somit voraussichtlich im 2. Halbjahr beginnen, den Neubau zu beziehen und dann den Umbau der bisherigen Fachräume zu Klassenräumen und zu einem Arbeitszentrum für die höheren Klassen in Angriff nehmen.

Verschiedenes

Bedanken möchte ich mich beim Schulelternbeirat, der am 30.09. einen Elternabend zum Thema "Medienkompetenz bei Jugendlichen" in der Aula organisiert und damit ein wichtiges Thema aufgegriffen hat. Etliche weitere Veranstaltungen können Sie bereits dem beigefügten Terminkalender entnehmen, manches ist aber auch noch in Vorbereitung. Achten Sie daher bitte auch auf die Ankündigungen auf der Homepage der Schule.


Aus gegebenem Anlass möchte ich mit zwei organisatorischen Hinweisen schließen:
-         Beurlaubungen von Schülerinnen und Schülern im Anschluss an Ferien sollen auf Ausnahmefälle beschränkt bleiben. Daher darf nur der Schulleiter solche Beurlaubungen aussprechen. Die entsprechenden Anträge müssen Sie als Eltern und Erziehungsberechtigte stellen, Ankündigungen und Bescheinigungen von Sportvereinen, kirchlichen Gruppen usw. reichen nicht aus. Stellen Sie Ihren Antrag daher ggf. rechtzeitig!

-         In den Ferien ist das Sekretariat der Schule immer dienstags und freitags zwischen 10 und 12 Uhr geöffnet bzw. telefonisch erreichbar.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien schöne Herbstferien!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Norbert Sieverding

         ( Schulleiter)