gruppenfoto jtfo langlaufAuch dieses Jahr war es wieder soweit: Nach einem halben Jahr der Vorbereitung in dem zwei Stunden die Woche Kraft und Ausdauer trainiert wurden, stiegen die 16 TeilnehmerInnen, 3 TrainerInnen und eine Lehrerin der Skilanglauf AG in den Bus nach Sankt Andreasberg, um dort eine Woche die Skilanglauftechnik zu erlernen und am Landesentscheid von Jugend trainiert für Olympia teilzunehmen. Eine Veränderung in diesem Jahr war die Unterstützung von Frau Schulze, die die Fahrt in den Harz von Anfang an begleitet. Herr Zapel konnte aus beruflichen Gründen erst später dazustoßen.


Nach etwa sechs Stunden Busfahrt zusammen mit zwei weiteren Kieler Schulen wurde in der mittlerweile schon traditionsreichen Jugendherberge Jangstel Inn erstmal Taschen und Koffer entpackt, Betten bezogen und sich eingerichtet, inklusive des Herbergen Dress Codes: Jogginghose, Pullover und Hausschuhe. Natürlich mussten auch schon erste Vorbereitungen getroffen werden, auch wenn am Ankunftstag noch nicht gefahren wurde. Das vom Förderverein gestellte Skimaterial musste zugeteilt und in der „ Skischleuse“ untergebracht werden. So ging der Tag schnell zu Ende und die Trainer Juliane, Maren und Benjamin sowie Frau Schulze hielten die Kinder um 22 Uhr aus gutem Grund zum Schlafen an. Am nächsten Morgen ging es um kurz nach 7 Uhr zum Frühsport und anschließend direkt nach dem Frühstück mit dem Bus in das Skistadion am Sonnenberg. Dort begann für die Anfänger und die bereits im dritten Jahr Mitfahrenden das Skilanglauftraining. Leichter Nieselregen verdarb uns nicht die Freude. Während die skierfahrenen TeilnehmerInnen gleich davonzischten, ging es für den Rest der Truppe an die Grundlagen. Wie bei jeder neu zu lernenden Bewegung ist aller Anfang schwer, zum Glück fällt man weich in den Schnee. Unter Anleitung der drei Schülertrainer – auch für Frau Schulze war es das erste Mal auf Langlaufskiern – machten alle schnell Fortschritte. Nach etwa 1 ½ Stunden wurde das Training für ein warmes Mittagessen in der Jugendherberge unterbrochen. Danach folgte die zweite Trainingseinheit am Nachmittag und abschließend das Abendessen. Vor allem nach dem Nachmittagstraining war jedoch, trotz des straffen Programms, immer Zeit die vielfältigen Freizeitangebote in der Jugendherberge zu nutzen. Von der großen Sporthalle, über die Tischtennisplatten bis hin zur Schwimmhalle bietet die Herberge jede Menge Möglichkeiten sich auszutoben und abends warteten dann noch Werwolfrunden in fröhlicher Gemeinschaft. Bei Bedarf konnte gruppenweise auch der Supermarkt besucht werden, um die Naschkramvorräte aufzufüllen.

Die nächsten zwei Tage fand bei gutem Wetter ein ähnliches Trainingsprogramm statt. Zuvor gefürchtete Herausforderungen, wie der scheinbar unüberwindbar steile Berg waren auf einmal halb so schlimm – und das Herunterfahren macht so viel Spaß, dass alle gleich nochmal wieder rauf wollten.

Am Dienstag jedoch fand aus Besorgnis über das recht warme Wetter ein Probewettkampf statt, um im Zweifelsfall zumindest ein Landessiegerergebnis für das Bundesfinale auf Skiern zu haben. Dabei traten alle fünf Schulen in einem Zeitwettkampf mit Technikelementen über ca. 2 Kilometer im Skilanglauf in drei verschiedenen Altersgruppen gegeneinander an. Wie immer wurden alle auch schul- und teamübergreifend kräftig angefeuert. Hierbei konnte sich das Gymkro leider nicht durchsetzen. Viel wichtiger waren aber die tollen erbrachten Leistungen von Anfängern und den erfahrenen Teilnehmern sowie die sehr sportliche und kollegiale Stimmung im Wettkampf.

Leider erwiesen sich die Befürchtungen der Trainer und Lehrer am Vortag als begründet, sodass am Mittwoch bei Regen, Plusgraden und schlechten Schneebedingungen fast kein Training auf Skiern stattfinden konnte. Stattdessen wurden die Möglichkeiten der Jugendherberge voll ausgeschöpft: Den ganzen Tag stand den Kindern ein umfangreiches von Schülertrainern und Lehrerkräften geleitetes Angebot an Ballspielen und Wasseraktivitäten zur Verfügung ergänzt durch ein bisschen Kraft- und Ausdauertraining. Währenddessen machten die Trainerinnen und Trainer im Skikeller die Ski der Kinder bereit, in der Hoffnung mit neuem Schnee am nächsten Tag doch noch ein weiteres Rennen und Staffeln durchführen zu können.

Glücklicherweise hatte es tatsächlich über Nacht geschneit, sodass am nächsten Tag bei wunderschönem Wetter auch tolle Schneebedingungen vorlagen und ein vollständiger Wettkampf ausgetragen werden konnte. Die Aufregung war groß und führte zu beeindruckenden Leistungssteigerungen unseres Teams, an dieser Stelle ist eine Steigerung um ganze drei Minuten besonders zu erwähnen, die auch später bei der Siegerehrung noch honoriert wurde. Genauso spannend wurde es noch einmal bei der Staffel am Nachmittag, in der zwar keine Technikelemente enthalten waren, dafür musste aber teilweise in der klassischen Technik gefahren werden. Erneut haben alle ihr Bestes gegeben und tolle Leistungen erbracht!

Nach den Aufregungen des Tages mussten leider schon die Koffer gepackt werden; die Woche im Harz neigte sich dem Ende zu. Am Abend wurden die Ergebnisse des Wettkampfes in der Siegerehrung bekannt gegeben, die Vertreter des Landes Schleswig-Holstein im Bundesfinale waren ermittelt. Die Teams des Gymnasiums Kronshagen konnten leider keinen der ersten Plätze für sich erringen, freuten sich aber über echte Achtungserfolge in der Staffel. Der Abend klang dann mit einem „Bunten Abend“ und einigen gemeinsamen Runden Werwolf aus.

Am Freitagmorgen ging es dann nach einer Woche voll mit viel Sport, Spaß, neuen und alten Bekanntschaften von den anderen Kieler Schulen etwas wehmütig wieder zurück nach Hause, auch wenn nach den anstrengenden Tagen wohl alle ein bisschen Ruhe gebrauchen konnten.

Ich jedenfalls freue mich schon wieder richtig aufs nächste Jahr und sage euch: Nächstes Jahr ist das Gymkro im Bundesfinale dabei!

Benjamin Book

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