Angepriesen als das Land der glücklichsten Menschen Europas hat Norwegen unser Interesse geweckt. Die Tatsache, dass es dort eine Zuckersteuer gibt und Alkohol am Samstag nur bis 18 Uhr verkauft wird, erzählte uns natürlich niemand.

Als übersichtliche Gruppe bestehend aus 13 Schülern und Herrn Burmeister empfingen wir im September die Norweger in Kiel. Das Wetter war sehr angenehm und half uns die Stadt an der Förde von ihrer besten Seite zu präsentieren. Da eine Aufenthaltsdauer von gerade mal sieben Tage keine lange Zeit ist, war der Zeitplan vollgestopft mit Highlights. Als erstes haben wir den Nordmännern unseren Kiel-Klischee-Sport Windsurfen gezeigt. Dass viele von uns selbst noch nie surfen waren, konnte man zum Glück keinem anmerken. Neben normalem Schulbetrieb- Ja, wir mussten tatsächlich trotzdem in die Schule- haben wir nachmittags oft die Gelegenheit genutzt gemeinsam Zeit zu verbringen und uns näher kennenzulernen. Daran hinderte uns auch die Sprachbarriere nicht, weil in Norwegen sogar Deutsch unterrichtet wird und auch sonst jeder Film konsequent auf Englisch geguckt wird. Ein besonderes Erlebnis war der Hamburg-Tag, der auch uns Deutschen die Norddeutsche Metropole mit einer Stadt- und mit einer Hafenrundfahrt auf eine neue Art nähergebracht hat. Nach viel Essen und viel Freude mussten wir die Norweger unter Tränen wieder verabschieden. Geblieben ist die Vorfreude auf unseren eigenen Besuch.

Im Februar hatte das Warten ein Ende und wir bewegten uns Richtung Hamburg. Die Erkenntnis, dass ein Flughafenbesuch mit einer Schulklasse kein wirkliches Vergnügen ist, wurde spätestens bei der Kofferabgabe klar. Ich bin immer noch verwundert, wie wenig 20kg eigentlich sind. Nachdem die Hürde genommen war, kam aber noch der 20-minütige Aufenthalt am Sicherheitscheck. Ja, richtig gehört. Eine sehr unsportliche Zeit. Irgendjemand hat alle aufgehalten, weil sich eine große Schere im Handgepäck befand. Ha, wie blöd! Anfängerfehler!

Angekommen in Askim war die Freude riesig. Wir wurden herzlich empfangen und man lud uns alle ein, um den in Norwegen populären Tacofredag kennenzulernen. Jeden Freitag essen die Einheimischen das für Skandinavien eher untypische Gericht "Taco". Unsere Austauschschüler hatten sich ebenfalls einiges einfallen lassen, um die Woche so unvergesslich, wie nur möglich zu gestalten.

Aufgrund der oben angesprochenen Zuckersteuer ist es für Norweger im Osten des Landes völlig selbstverständlich am Wochenende "mal kurz" einen Abstecher nach Schweden zu fahren. Bei diesem Ausflug ist es dann völlig selbstverständlich Süßigkeiten im Kilobereich zu kaufen. Nun gut, letzteres kam uns eigentlich ganz recht, da konnten wir nicht "Nein" sagen.

Mit vollgeschlagenen Bäuchen war am Montag für uns ein Tag auf der Piste organisiert worden. Eine wunderbare Gelegenheit im Gegenzug den norwegischen-Klischee-Sport kennenzulernen. Begleitet von strahlender Sonne und einem herrlichen Blick über Oslo konnte auch der ein oder andere Sturz oder ungeplante Abstecher in den Wald gut vertragen werden.

Nach einem eher unspektakulären Dienstagvormittag in der Schule, folgte ein umso gelungener Abend bei der Show des Abi-Jahrgangs. Ein echtes Spektakel, das uns einen kleinen Einblick in die für deutsche Verhältnisse sehr verrückte norwegische Partykultur der Abiturienten gab. Die haben Partybusse. Und feiern vor den Prüfungen. Muss ich noch mehr sagen?

Auch die norwegische Mythologie blieb uns nicht verborgen. In einem actionreichen Programm mit Axtwerfen, Bogenschießen und vielem mehr spielten wir diese selbst in passenden Kostümen nach. Ich finde wir haben uns ganz gut geschlagen und sind von den Nordmännern nicht zu unterscheiden gewesen.

Der leider schon letzte Tag in Norwegen hielt die hoch gelobte Hauptstadt für uns bereit. Sightseeing und Shoppen. Ein durchaus gelungener Abschluss.
Ich glaube, dass ich nicht zu viel verspreche. Aber wir haben alle eine durch und durch wundervolle Zeit gehabt und viele neue Freunde gefunden. An die beiden Wochen werden wir uns in vielen Jahren noch mit Freude zurückerinnern.

Verfasst von: Julian Pimat

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