foto rom seminar mai 2015 hpOberstufenschüler vom GymKro im Romanischen Seminar der Universität Kiel am 30.5.2018

Da staunten die Französisch-Studenten der CAU nicht schlecht, als sie 6 Schülerinnen und Schüler des 11. Jg. Kernfach Französisch des Gymnasiums Kronshagen in ihrem Unikurs sitzen sahen – und sie beteiligten sich auch noch und arbeiteten in Gruppenarbeit mit den Studenten zusammen, als wären sie schon ewig dabei. Chapeau! Und so groß waren die Unterschiede zwischen Schule und Uni auch gar nicht: Über Napoléon und Louis XIV hatten die Schülerinnen und Schüler schon ein Referat gehalten, ein Bewerbungsschreiben wurde auch schon einmal verfasst, aber wie übersetzt man eigentlich das Wörtchen „sogenannt“?

Alles fing mit der Idee an, sich einen Tag lang unter die Französisch-Studenten zu mischen: Aus dem Vorlesungsverzeichnis wurden passende Lehrveranstaltung gewählt (Kurse für 1.-3. Semester). Nachdem die entsprechenden Dozenten und die Institutsleitung grünes Licht für den Schülerbesuch gegeben hatten, stand der „excursion“ in die Uni nichts mehr im Wege.

Auf dem Stundenplan stand zunächst „Rédaction“ (Übung für den sprachlichen Ausdruck), bei dem Frau Trampert zunächst erklärte, wie ein französisches Bewerbungsschreiben aussehen muss. Aufgabe der Studenten bzw. Schüler war es nun, ausgehend von einer konkreten Filmszene aus „Die Monster AG“, sich bei der Gesellschaft „Monstres et Compagnie“ um einen Arbeitsplatz zu bewerben - und zwar als Haus- Monster für Kinder zwischen 3 und 24 Jahren. So viel Ironie und Humor hatte niemand erwartet, vor allem nicht in der Uni. In Gruppenarbeit mit den Studis ließ sich gut arbeiten und beim Vorlesen ihrer Ergebnisse zögerten die Schüler nicht. In der zweiten sprachpraktischen Übung - dem Unterkurs Übersetzung - wurde ein ganz aktueller Text über die Pariser Vorstadt ins Deutsche übersetzt. Auch hier konnten sich die Jugendlichen vom GymKro nicht nur sprachlich, sondern auch durch landeskundliches Wissen (z.B. der HLM) einbringen. Beim Vergleichen der Ergebnisse Satz für Satz wunderten sie sich doch über den Präzisionsanspruch des Übersetzens und Schwierigkeit der kleinen Wörtchen wie (Abtönungs-)Partikel, Konjunktionen und Adjektive. Frau Karpen, als erfahrene Dozentin, wies die Jugendlichen auf die typisch französische Idiomatik hin. Im folgenden Proseminar zur Landeskunde Französisch durften die Schülerinnen und Schüler dann bei Frau Macé an einem Quiz teilnehmen, der geschichtliche Ereignisse und Symbole Frankreichs thematisierte. Nach einem kurzen Vortrag bekamen die Teilnehmer eine Multiple- choice- Frage mit vier Auswahlmöglichkeiten zum Ankreuzen gestellt. Bei richtiger Wahl wurden die Punkte dann zusammengezählt und die Gewinner sogar mit Preisen belohnt. Da waren die Studis doch deutlich im Vorteil, schon allein aufgrund ihres Fremdsprachverständnisses - auch wenn es viele „déjà vus“ gab.

Um den Besuch in der Uni abzurunden, hatte Frau Karpen noch den Studienfachberater und Erasmus Beauftragten Herrn Benjamin eingeladen, der den Schülerinnen und Schülern kurz Informationen zu Studienvoraussetzungen, -inhalten, Fächerkombinationen, Auslandssemestern mit ERASMUS und Besonderheiten wie Wirtschaftsfranzösisch mitgab.

Der Weg nach dem Abi könnte also da weitergehen.
Zumindest ein Ergebnis: Die Uni steht offen und Berührungsängste sollte niemand haben...

Text und Foto: Ariane Schmidt-Radefeldt

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