soll verschiedene Möglichkeiten bieten: Einfache elektronische Schaltungen selbst bauen mit dem Erfolg: Etwas blinkt oder trötet oder schaltete etwas ein, zum Beispiel eine kleine Sirene. Schnell kommt man zu einer selbstgebauten Alarmanlage oder einem Mehrklang-Gong.

Wir haben also etwas gebaut, was etwas tut, wir haben ganz selbstverständlich Transistoren, Elektrolytkondensatoren, Widerstände und verschiedene Dioden benutzt, wissen also, was verschiedene elektronische Bauteile tun.

Man sieht sie auf jeder Platine, auf jedem Motherboard, überall. Wenn wir mit dem Programm weitermachen, können wir auch ICs einbauen ubd benutzen.

Ganz nebenbei finden wir heraus, welche Experimente man im Physikunterricht einsetzen könnte und welche nicht. Wir brauchen einfach die Reihenschaltung, weil unsere Transistoren Spannungsteiler benötigen!

Elektro (1) Elektro (2) Elektro (3)

Jede einfache Flipflop- Schaltung, jede 'Blink'- Schaltung (astabiler Multivibrator) ist selbst eine große Parallelschaltung!

Strom von Spannung unterscheiden müssen wir sowieso, denn wenn die LED falsch herum eingelötet ist, dann liegt über ihr vielleicht eine Spannung, aber diese Spannung kann keinen Strom durch die LED treiben. Woran merkt man das? Sie bleibt dunkel. Und der Widerstand heißt Widerstand, weil er Widerstand leistet. Was für gewöhnlich nützlich ist; denn: haben wir keinen kleinen Widerstand vor der LED, dann fließt zuviel Strom durch die LED - die jetzt richtig herum eingelötet ist - und sie leuchtet sehr hell. Leider nicht allzu lange...

Jeder entscheidet selbst, ob er etwas bauen will und was das sein soll. Natürlich gibt es auch Ideen, deren Verwirklichung zu aufwändig oder zu kompliziert sind. Dann kann es sein, dass es nicht machbar ist. Aber vielleicht finden wir eine Alternative.

Es kann auch sein, dass es die einfachen Dinge sind, die jetzt wichtig sind. Einige von uns testen und verbessern Lego-Autos (die mit dem eigenen Antrieb), bald ist wieder Flugzeug-Zeit (Styropor oder Graupner)...

Es gilt also: Jeder entscheidet und verantwortet so viel, wie möglich. Dabei muss er natürlich das eine oder andere lernen, weil er es für sein Projekt braucht. Dabei kann es sich auch um handwerkliche Fähigkeiten handeln, was dazu führt, dass wir inzwischen zwei Akku-Schrauber haben und neben einer Sägenkollektion auch eine Stichsäge.

Einige Teilnehmer bauen ihre eigenen Computerarbeitsplätze aus gespendeten Computern. Eines Tages wird das Schaltungssimulationsprogramm laufen, also muss man die Größe des Kondensators nicht mehr ausprobieren oder zu Fuß ausrechnen, die Simulation wird's tun. Nebenbei testen wir auch Physik- Lernsoftware auf didaktische Relevanz.

Die Elektronik- AG hat viele Aspekte, es sind auch Physikversuche getestet worden und in der Folge einige davon verworfen worden, jede Zeit hat ihre spezifischen Herangehensweisen. So wird dann Wagenscheins These von der Relevanz der Phänomene überprüft- sie gilt, jedoch muss man anders beginnen als zu Wagenscheins Zeiten und vor allem die begrenzte Konzentrationszeit beachten- und das eine oder andere Konzept für den Physikunterricht entwickelt sich ganz beiläufig.

Ein wichtiges Ergebnis ist: Jeder von uns hat dazugelernt, ob nun handwerklich, sozial, Toleranz, Einhaltung von Grenzen, Teamfähigkeit oder einfach nur Wahrnehmung. Es ist sogar manchem klar geworden, dass Physik ziemlich einfach sein kann, vorausgesetzt, man kann sie selbst ausprobieren.

G. Post