Russland-Austausch

Seit dem Schuljahr 2005/06 gibt es einen Austausch mit dem Linguistischen Gymnasium No. 6 in Penza/Russland
Penza liegt in Russland, ca. 640 km südöstlich von Moskau, an der Sura, einem Nebenfluss der Wolga. Penza ist die Hauptstadt des Penzaer Gebiets (einer der russischen Provinzen), und das schon lange, auch schon zu Zeiten der russischen Zaren. Mit über 500.000 Einwohnern ist die Stadt nicht gerade klein, und sie wächst weiter – es wird viel gebaut in Penza: alte Häuser werden renoviert, neue Wohn- und Geschäftszentren gebaut.

Pensa Schulgebäude Vor der Schule

An unserer Partnerschule wird Englisch als erste Fremdsprache gelehrt, Deutsch als zweite (von der 5. Klasse an). Eine erste Gruppe russischer Schülerinnen und Schüler kam zu uns im Sommer 2005, gegen Ende des Schuljahres. Sie erlebten die Kieler Woche und einen schönen Sommer und waren begeistert.

Zum Gegenbesuch im April 2006 fand sich nur eine kleine Gruppe von 5 Schülerinnen und Schülern zusammen, begleitet von Frau Otto und Herrn Müller, dem Vater eines Schülers. Wir wurden sehr herzlich empfangen, sowohl in der frisch renovierten Schule als auch in den Familien.

Unterwegs In der Ausstellung

Wir bekamen ein sehr umfangreiches Programm präsentiert, mit einem Besuch im Meyerhold-Museum, in der Gemäldegalerie, im Volkskunstmuseum, und im Lermontov-Museum in Tarchany. Daneben gab es Unterrichtsbesuche, einen Stadtrundgang und Freizeittreffen, so dass die Zeit wie im Flug verging.

Penza - die zweite!

Penza? - Wo ist das denn?
So fragt immer noch fast jeder, dem wir von unserer Reise erzählen.

Im September 2007 machte sich jetzt zum 2. Mal eine wagemutige Gruppe auf den Weg nach Penza. 5 Schülerinnen der 10 Klasse stürzten sich in das Abenteuer Russland: beantragten einen Reisepass – bekamen ein Visum vom Konsulat in Hamburg – flogen nach Moskau – fuhren mit dem Nachtzug von Moskau nach Penza – es lief alles glatt und so wie geplant.

Da wir schon einmal in Moskau waren, nahmen wir uns eine Nacht und einen Tag Zeit, um einige der größten Sehenswürdigkeiten dieser 10-Millionen-Stadt zu sehen. Besonders schön war der Abendbummel um den Roten Platz, an einem warmen Herbstabend, zusammen mit Hunderten von Moskauern und anderen Touristen. Eher beängstigend waren die Fahrten in der vollen Moskauer Metro, vor allem, wenn wir mit Gepäck unterwegs waren und an der tückischen Eingangssperre gefangen wurden!

In Moskau fußgängerzone von Penza

Penza war dagegen doch ruhiger, hatte aber auch strahlend schönes Wetter für uns bereit. (Wir waren dort vom 25.9. – 2.10.) In den Familien und in der Partnerschule wurden wir sehr herzlich empfangen, vor allem wurden wir sehr gut mit reichlichem Essen versorgt. Da die meisten der Teilnehmerinnen gar kein Russisch konnten (sie hatten aber Gäste aus Penza aufgenommen und interessierten sich deshalb auch für den Gegenbesuch), gingen wir in den Deutsch-, Englisch- oder Französischunterricht. Die Sprachgruppen waren doch alle überraschend klein, denn dazu werden die Klassen an russischen Schulen immer aufgeteilt. So lernt man auch bei wenigen Unterrichtsstunden eine ganze Menge. Auch zwei Stunden mit den Lehrerinnen der Handarbeits-AG und eine Stunde bei einer der Schulpsychologinnen waren für uns neu und interessant.

Das Alltagsleben bot dann natürlich auch überraschende Einblicke z. B. in die Wohnsituation oder öffentliche Verkehrsmittel, die uns zeigten, dass man auch anders als in Deutschland leben kann.

Alles in allem war es eine schöne und interessante Reise für uns. Und sie wurde möglich auch durch die kräftige finanzielle Unterstützung der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch (DRJA), die seit Mai 2006 ihre Arbeit aufgenommen hat und unterschiedlichste Jugendreisen nach Russland finanziell unterstützt.

Die Fachschaft Russisch möchte den Austausch auf jeden Fall weiterhin anbieten und wir hoffen auf etwas mehr Resonanz.

logo stiftungUnser Austausch wird gefödert durch die "Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch". Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage dieser Stiftung.


A. Otto