Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu unserem aktuellem Schulprogramm.
Schulprogramm des Gymnasiums Kronshagen genehmigt von der Schulkonferenz am 10. Mai 2012.

Leitbild

Das Gymnasium Kronshagen versteht sich als G 8-Gymnasium. Dabei werden wir getragen von dem Bewusstsein, dass schulischer Erfolg maßgeblich abhängt von guten Lehrkräften und gutem Unterricht sowie von einem Schulklima, das geprägt ist von wechselseitigem Vertrauen und Wertschätzung zwischen Lehrerinnen und Lehrern und Schülerinnen und Schülern.

Wir orientieren uns in unserer Arbeit vor allem an den Traditionen des humanistischen Menschenbildes. Wir treten ein für die Ideale einer Erziehung zu verantwortlicher Freiheit, die gekennzeichnet ist durch selbstbestimmtes Handeln, Respekt, Toleranz, Verantwortung für sich selbst, für andere und für die Zukunft.

Unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer individuellen geistigen, seelischen und körperlichen Entwicklung zu begleiten und zu fördern, ist daher wesentliches Ziel unserer schulischen Arbeit. Im Zentrum stehen dabei die Förderung von Begabungen und Begabten sowie das soziale Lernen.

Die damit implizierten unterrichtlichen und erzieherischen Ziele wollen wir vor allem verwirklichen durch

  1. zeitgemäßen Unterricht und kontinuierliche Unterrichtsentwicklung
  2. Schwerpunktsetzungen in den Bereichen Naturwissenschaften, Fremdsprachen, Theater und Sport
  3. unser Förderkonzept
  4. eine inklusive, die Vielfalt anerkennende und wertschätzende Begabungs- und Begabtenförderung
  5. Konzepte zum sozialen Lernen und ein gutes Schulklima
  6. unser Präventionskonzept
  7. die Angebote der Offenen Ganztagsschule
  8. die weitere Öffnung der Schule und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern
  9. ein schulinternes Qualitätsmanagement
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1. Zeitgemäßer Unterricht und Unterrichtsentwicklung

Prinzipien

Wir sind davon überzeugt, dass ein solides Wissensfundament und die Fähigkeit, sich selbstständig Wissen und Kenntnisse anzueignen, wesentliche Voraussetzungen einer umfassenden Persönlichkeitsentwicklung sind. Ebenso wichtig ist jedoch das Vermögen, Erlerntes im Sinne einer kritischen Urteilsfähigkeit zu verknüpfen, zu bewerten und auf seine individuelle und gesellschaftliche Bedeutung hin zu befragen.

Umsetzung

Engagierte Lehrerinnen und Lehrer und ein breites Fächerangebot prägen den Unterricht am Gymnasium Kronshagen in allen Jahrgangsstufen. Schon frühzeitig hat sich die Schule für den G8-Bildungsgang entschieden, den wir heute ausschließlich anbieten.

Der Unterricht orientiert sich an den nationalen Bildungsstandards und den landesweit gültigen Lehrplänen und Fachanforderungen und ist kompetenzorientiert. Die Lehrkräfte eines Faches erarbeiten ein schulinternes Fachcurriculum, das den Unterricht an G8 und die sich aus der Profiloberstufe und dem Zentralabitur ergebenden Notwendigkeiten anpasst. Ein Methodencurriculum trägt zu einem kumulativen Kompetenzerwerb im methodischen Bereich bei. Fachübergreifender Unterricht findet vor allem in den Profilen der Oberstufe statt, aber auch an anderer Stelle, z. B. im Wahlpflichtangebot Naturwissenschaften der 8./9. Klassen und im Theaterschwerpunkt.

Das Gymnasium Kronshagen ist Ausbildungsschule für Praktikanten, die sich im Studium an der Universität befinden, und für Studienreferendare. Der Unterricht erhält dadurch kontinuierlich neue Impulse. Eine große Zahl von Mentorinnen und Mentoren engagiert sich in der Ausbildung und hat sich entsprechend dafür qualifiziert. (Vgl. Ausbildungskonzept).

Wettbewerbe, Projekte und Möglichkeiten zum Lernen am anderen Ort bereichern und ergänzen den Fachunterricht und ermöglichen fächerübergreifendes Arbeiten.

Lehrkräfte besuchen regelmäßig Fortbildungen und es finden Schulentwicklungstage statt, an denen das gesamte Kollegium sich gemeinsam mit Fragen der Qualitätssicherung von Unterricht und der Gestaltung des schulischen Lebens beschäftigt.

Systematische Kooperation zwischen Lehrkräften zur Optimierung des Unterrichts findet in vielfältiger Weise statt, z. B. im Rahmen der Lehrerausbildung, der Oberstufenprofile, in Intensivierungsstunden, Klassenlehrerteams, pädagogischen Konferenzen und Fachkonferenzen. In der Orientierungsstufe arbeiten zwei Kollegen im Team in der Funktion der Klassenleitung.

Wir beschäftigen uns intensiv mit der Weiterentwicklung zeitgemäßer Unterrichtsstrukturen im Hinblick auf die zeitliche Struktur des Schultages, aber auch im Hinblick auf neue Medien.

Maßnahmen bzw. Ziele

  • Vervollständigung des Methodencurriculums
  • Schaffung von Zeitstrukturen, die den Einsatz des ganzen Spektrums der Unterrichtsmethoden möglich machen, vom Unterrichtsgespräch bis zu den vielfältigen Formen experimentellen und offenen Unterrichts.
  • Verstärkte Fortbildung im Bereich der neuen Medien, v.a. beim Einsatz interaktiver Whiteboards und beim e-learning
  • Erarbeitung eines Fortbildungskonzepts

Verantwortlichkeiten

Fachlehrer, Schulleitung

2. Schwerpunkte: Naturwissenschaften, Fremdsprachen, Theater und Sport

Prinzipien

Im Mittelpunkt steht für uns die Förderung der Fähigkeiten und Anlagen unserer Schülerinnen und Schüler sowie ihrer individuellen Neigungen. Dies soll in einem ausgewogenen Verhältnis im Hinblick auf fachliche und soziale Anforderungen der Gesellschaft geschehen.

Vor dem Hintergrund eines breiten Fächerangebotes mit großen Wahlmöglichkeiten (z.B. in den Fremdsprachen und im Wahlpflichtbereich) gibt es derzeit Schwerpunkte der Schule bei der Unterrichtsentwicklung in den Bereichen Naturwissenschaften, Fremdsprachen, Theaterpädagogik und Sport.

Naturwissenschaften

Die naturwissenschaftlichen Fächer sind für das Gymnasium Kronshagen ein bedeutender Schwerpunkt. Eine fundierte naturwissenschaftliche Ausbildung ist die Grundlage für das Verständnis unserer technisierten Welt sowie den verantwortlichen Umgang mit den begrenzten Ressourcen. Damit die kommende Generation ihrer Verantwortung gerecht werden kann, muss die Schule die Voraussetzungen schaffen, die Schülerinnen und Schüler zur nachhaltigen Planung zu befähigen.

Somit ist das Ziel eine Zukunftsorientierung der Schule und ihre Öffnung durch

  • intensivere Kontakte und Kooperationen mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen
  • Stärkung des anwendungsbezogenen Unterrichts in den Naturwissenschaften
  • Fortbildungen der MINT-Kolleginnen und -Kollegen (Mathematik/Informatik/Naturwissenschaften/Technik)
  • Mathematisch-naturwissenschaftliche Wettbewerbe
  • Anbindung an aktuelle technische Entwicklungen

Fremdsprachen

Naturgemäß stellt der Unterricht in den Fremdsprachen einen unserer Schwerpunkte dar. Das Fremdsprachenangebot unserer Schule ist von dem Wunsch geprägt, unseren Schülerinnen und Schülern in einer historisch gewachsenen und sehr weiträumig gewordenen Umwelt Mittel zur Orientierung, zum Verstehen, zum Austausch und zum Miteinander zu geben. Es verbindet Tradition und Moderne, hat die Entwicklung Europas fest im Blick, setzt auf Bewährtes, eröffnet neue Horizonte und bringt nicht zuletzt den vielfältigen Nutzen mit sich, den die Beherrschung von Fremdsprachen bietet.

Sport

In der Oberstufe hat sich durch das besondere Interesse von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften und dank der hervorragenden Außensportanlagen ein Sportprofil etabliert, d.h. der Sportunterricht hat in je einer Klasse eines Oberstufenjahrgangs besondere Bedeutung als Profilfach. Das Gymnasium Kronshagen verfügt dafür ebenfalls über überdurchschnittliche Voraussetzungen mit einer dreigeteilten Sporthalle mit reichhaltiger Geräteausstattung, zwei Rasensportplätzen und einem ausgedehnten Garten- und Freigelände.

Theater

Seit dem Schuljahr 2010/11 ist der Aufbau eines Theaterschwerpunktes ein zentrales Vorhaben innerhalb der Schul- und Unterrichtsentwicklung des Gymnasiums Kronshagen. Hauptziele sind dabei die Persönlichkeitsentwicklung, speziell die Förderung der Interaktionsfähigkeit, und die ästhetische Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus geht es um das Kennenlernen des Theaters und seiner Ausdrucksmöglichkeiten sowie den kreativen und spielerischen Umgang mit Literatur.

Umsetzung

Im Schulalltag schon verankert sind Kooperationen mit dem Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde und dem Institut für Experimentelle und Angewandte Physik der Universität Kiel sowie der Daimler-AG, Niederlassung Kiel.

Anwendungsbezogener Unterricht erfolgt durch zunehmende Kontextorientierung der Unterrichtsinhalte. Dies ist besonders in den neu etablierten Fächern Angewandte Informatik, Bionik und Technik ausgeprägt, die das forschende Lernen in den Mittelpunkt stellen und als Wahlpflichtangebot ab der 8. Klasse unterrichtet werden.

Das Gymnasium Kronshagen ist als eine von fünf Schulen mit Oberstufe in Schleswig-Holstein regionale Stützpunktschule für Transfer und Unterrichtsentwicklung in den Naturwissenschaften und engagiert sich in diesem Rahmen dauerhaft mit Fortbildungsangeboten für die Fächer Biologie, Chemie und Physik für die Kolleginnen und Kollegen in der ganzen Region. Die Schule ist zudem Sinus-Set-Schule für Biologie, Chemie und Physik, d. h. sie nimmt an einem Programm teil, durch das die Fachkolleginnen und -kollegen ebenfalls wertvolle Anregungen für die moderne Unterrichtspraxis erhalten.

Das Gymnasium Kronshagen verfügt über einen hochmodernen naturwissenschaftlichen Anbau mit interaktiven Whiteboards, Schüler-Laptops, digitalen Messerfassungssystemen und einer überdurch¬schnittlichen Anzahl von Abzügen in den Chemieräumen. Von diesen Möglichkeiten mit der Anbindung an aktuelle technische Entwicklungen profitieren die Schülerinnen und Schüler im Unterricht und in zahlreichen Projekten auf vielfältige Weise. Wettbewerbe, Projekte und Kooperationen mit außerschulischen Partnern haben einen hohen Stellenwert.

Immer verschafft der Sprachunterricht Begegnungen, z. B. den Schüleraustausch mit unserer amerikanischen Partnerschule in Richmond, mit unseren französischen Austauschschulen in Sarreguemines (für das 2. Lernjahr) und Plérin (für das 4. Lernjahr) und mit unserer russischen Partnerschule in Penza; zu Begegnungen führt ebenso die jährliche Römerfahrt zu bedeutenden Stätten der römischen Kultur in Deutschland. Wir vermitteln und betreuen darüber hinaus auch längere Auslandsaufenthalte im Rahmen renommierter Austauschprogramme, besonders der französischen Programme „Sauzay" und „Voltaire".

Im Fremdsprachenunterricht können Zertifikate erworben werden, die für Studium und Beruf nützlich und erforderlich sind, in Englisch („First Certificate in English", „Cambridge Certificate in Advanced English"), in Russisch („TRKI" oder „Telc"), in Latein (Kleines Latinum, (KMK-)Latinum, Großes Latinum). In Französisch werden unsere Schülerinnen und Schüler auf die Erlangung des „diplôme d'études de langue francaise" (DELF) vorbereitet.

In allen Stufen bieten wir ein altersgemäßes theaterpädagogisches Angebot: in der Orientierungsstufe mit der Einrichtung von Theaterklassen, in der Mittelstufe mit dem fächerübergreifenden Wahlpflichtfach „Darstellendes Spiel" und in der Oberstufe mit einer Theater-AG.

Maßnahmen bzw. Ziele

  • Suche nach einer weiteren Partnerschule in Großbritannien oder Italien
  • Bewerbung um Aufnahme in das Netzwerk MINT-EC (mathematisch-naturwissenschaftliche Excellence-Center)
  • Weitere Implementierung des Theaterschwerpunkts


Verantwortung

  • Schulleitung
  • Fachschaften der Naturwissenschaften und Sprachen, Fachschaften Sport und Darstellendes Spiel

3. Unser Förderkonzept

Prinzipien

Begabungsförderung bedeutet für uns, dass unsere Schülerinnen und Schüler ihre Begabungen entdecken, entwickeln und entfalten können.

Förderangebote tragen dazu bei, dass sowohl Schülerinnen und Schüler mit Schwächen in bestimmten Fächern oder Bereichen als auch solche mit besonderen Stärken ihnen angemessene Lernmöglichkeiten bekommen.

Dies geschieht zum einen im Unterricht, indem sich die Lehrerinnen und Lehrer bemühen, auf Stärken und Schwächen der einzelnen Schüler einzugehen, um sie entsprechend zu fördern, zum anderen durch verschiedene den Unterricht ergänzende Maßnahmen.

Umsetzung

Der Unterricht folgt grundsätzlich dem Prinzip der Binnendifferenzierung, das bei heterogenen Voraussetzungen in einer Lerngruppe verschiedene Zugänge zu Themen bzw. Aufgaben ermöglicht.

Das Gymnasium Kronshagen hat Erfahrungen im Erkennen und Fördern von Begabungen gesammelt und nimmt am Projekt Schule inklusive Begabtenförderung (SHiB) des Ministeriums für Bildung und Kultur in Schleswig-Holstein teil. Ziel des Projektes ist es, besonders Begabte mit ihren Stärken und gegebenenfalls auch (Lern-)Schwierigkeiten im Unterricht zu erkennen und alle Schülerinnen und Schüler zu ermutigen, ihre Begabungspotenziale zu entfalten (siehe dazu 4). [...]

Das Gymnasium Kronshagen ist Enrichment-Stützpunktschule. Im Rahmen eines Zusatzangebotes des Bildungsministeriums finden bei uns schulübergreifende, außerunterrichtliche Kurse zur Bereicherung/Anreicherung („enrichment") des Bildungsangebots statt, an denen begabte Schülerinnen und Schüler auf Empfehlung der Klassenkonferenz teilnehmen können.

Wir nehmen regelmäßig an folgenden Wettbewerben teil:

  • Jugend trainiert für Olympia (Sport)
  • Europäischer Wettbewerb (Kunst)
  • Fremdsprachenwettbewerbe (Englisch, Französisch, Latein, Russisch)
  • National Geographic Contest (Erdkunde)
  • Vorlesewettbewerb und andere Deutsch-Wettbewerbe
  • mathematisch-naturwissenschaftliche Wettbewerbe: Mathematik-Olympiade, Internationale Junior Science-Olympiade, Internationale Biologie-Olympiade, Internationale Chemie-Olympiade, „Chemie - die stimmt", Dechemax, Känguru-Wettbewerb, „Lange Nacht der Mathematik", Mathematik-Kalender, Experiment des Monats, Formel-1 in der Schule.

Für Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe bietet die Schule als Förderangebot das Lernpatensystem an, das maßgeblich von Frau Weiland organisiert wird. Oberstufenschülerinnen und –schüler helfen in individuell vereinbarten Stunden bei fachlichen Schwierigkeiten (vgl. dazu unser Förderkonzept ).

Die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Legasthenie wird durch zwei speziell ausgebildete Lehrkräfte koordiniert.

Im Rahmen der Leseförderung steht eine Schülerbücherei mit Jugendliteratur zur Ausleihe ebenso zur Verfügung wie eine Oberstufenbücherei. In einem Lern- und Förderzentrum, der „Lernoase", einem schönen Arbeitsraum, findet eine tägliche Hausaufgabenbetreuung statt und es stehen vielfältige Lern- und Fördermaterialien zur Verfügung, die u. a. im Rahmen der Betreuung durch Lernpaten genutzt werden.

Maßnahme bzw. Ziel

  • Das Gymnasium Kronshagen strebt an, das Prädikat („SHiB – Schule inklusive Begabtenförderung") zu erwerben (vgl. hierzu 4))

Verantwortung

  • Klassenlehrer, Fachlehrer, Stufenleitungen, Legasthenie-Beauftragte, im Lernpatensystem unterrichtende Schüler, SHIB-Arbeitskreis (s.o.)

4. Eine inklusive Begabungs- und Begabtenförderung

Prinzipien

Im September 2011 wurde das Gymnasium Kronshagen als eine von 11 Schulen im Lande in das Projekt „Schule inklusive Begabtenförderung (SHiB)" aufgenommen. Ziel des Projektes ist es, Begabungs- und Begabtenförderung stärker in den Unterricht zu integrieren.

Grundgedanken sind das in §4 des schleswig-holsteinischen Schulgesetzes verankerte Recht jeder Schülerin / jedes Schülers „auf eine seiner Begabung, seinen Fähigkeiten und seiner Neigung entsprechende Erziehung und Ausbildung" sowie das Konzept der Multiplen Intelligenzen Howard Gardners.

Daraus ergeben sich für die schulische Arbeit vor allem zwei Fragestellungen:

  1. Wie können wir die Stärken und Schwächen unserer Schülerinnen und Schüler besser erkennen und individuell fördern? (Diagnostik)
  2. Wie muss Unterricht aussehen, wenn er das Konzept der Multiplen Intelligenzen stärker berücksichtigen soll? (Unterrichtsentwicklung)

Umsetzung

Im Projektzeitraum 2011-2014 wollen wir in den verschiedenen Arbeitsfeldern folgendes erreichen:

a) Erkennen und Stärken von Potentialen:

Im Kollegium Klärung des Begabungsbegriffs und der Möglichkeiten moderner Diagnostik
Möglichkeiten zu einer Binnendifferenzierung und Individualisierung von Unterricht fächerbezogen (A) diskutieren
Einsatz von Selbstbeobachtungsbögen und Peer-Nominationsbögen erproben
Verbesserung der Evaluation besonderer Lernangebote / Lerngelegenheiten

b) Vertiefen von Stärken und Potentialen

Stärkere Verankerung der Prinzipien „Binnendifferenzierung" und „Individualisierung" im Regelunterricht
Ausbau und Intensivierung der Kooperation mit der CAU
Einführung eines Portfolios zur Dokumentation individueller Leistung / individuellen Engagements
Förderung von Teilnahme an Wettbewerben, speziell Team-Wettbewerben
Erweiterung des Materialpools (Literatur und Software) für die vorhandene „Förderbibliothek"
Schaffung eines verbesserten Klimas der Wertschätzung für Individualität und Leistungen in verschiedensten Bereichen

c) Beratung

Ausbildung von zwei Lehrkräften zur „schulischen Beratungslehrkraft" und Einrichtung fester Sprechstunden.
Etablierung von Schülerpaten im Schulalltag
Führen eines Lerntagebuches als Angebot in den 8. Klassen

5. Ein gutes Schulklima und Soziales Lernen

Prinzipien

Verantwortung, Gemeinschaftssinn, Respekt, Toleranz, Verständnis, Rücksichtnahme und Freundlichkeit sind Werte, ohne die das schulische Zusammenleben nicht gelingen kann. Durch die Orientierung an ihnen schaffen wir ein Schulklima, in dem erfolgreiches Lernen, gemeinsames Arbeiten, Feiern, Reisen und schulische Veranstaltungen außerhalb des Unterrichts stattfinden können.

Umsetzung

Ein Klassenlehrertag zu Beginn des neuen Schuljahres dient dem Kennenlernen und der Organisation des neuen Alltags. In der Klassenstufe 5 wird in der Regel eine Wochenstunde Soziales Lernen (Lions Quest) fest im Stundenplan verankert.

Die Entwicklung jedes einzelnen Kindes wird in pädagogischen Konferenzen erörtert, um die Kinder in ihrer schulischen Entwicklung zu begleiten und mit den Eltern gemeinsam bestmöglich zu fördern.

Zur Entwicklung von Gemeinschaftsgefühl und einer weltoffenen Haltung tragen auch Klassenfahrten und der Austausch mit Partnerschulen im Ausland bei.

Dem Aufbau der Klassen- und Jahrgangsgemeinschaft dient die Kennenlernfahrt aller Sextaner/innen mit Lehrkräften und Klassenpaten aus der Schülerschaft der Mittel- oder Oberstufe. In jedem Jahr findet gegen Ende des Schuljahres auf freiwilliger Basis ein mehrtägiges Schulzeltlager („Camp GymKro") für Teilnehmer aus der Sekundarstufe I statt, das von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe mit vorbereitet und durchgeführt wird. Es dient vor allem dem Kennenlernen über Klassen- und Jahrgangsgrenzen hinweg, dem sozialen Lernen und der Stärkung der Schulgemeinschaft.

Klassenfahrten finden ferner in der Mittel- und Oberstufe statt (vgl. Fahrtenkonzept).

Schüleraustauschprogramme mit Frankreich, Norwegen, den USA und Russland führen zu internationalen Begegnungen.

Ein aus Schülern bestehender und von einem Lehrer geleiteter Schulsanitätsdienst ist grundsätzlich an jedem Schultag in Bereitschaft, um Erste Hilfe leisten zu können.

Die Schulleitung und Kollegium arbeiten zu verschiedenen Anlässen und in verschiedenen Gremien mit Eltern und Schülern vertrauensvoll zusammen, z.B. bei Treffen mit dem Schulelternbeirat und mit der Schülervertretung, am Elternsprechtag und in der Schulkonferenz. Die Treffen des Schulentwicklungssausschusses haben in diesem Zusammenhang einen besonderen Charakter: Jeder kann in diesem offenen Gremium neue Ideen einbringen und zur Diskussion stellen, die die Schule verbessern können.
Auch dieses Schulprogramm ist aus der Zusammenarbeit von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern und Eltern im Schulentwicklungsausschuss entstanden, es wird in regelmäßigen Abständen überprüft und ggf. überarbeitet.

Eltern engagieren sich auf den Elternabenden, im Rahmen des Klassen-, Schul- und Klassenelternbeirats, im Förderverein, bei der Organisation von Festen, Schüleraustauschen und schulübergreifenden Veranstaltungen.

Schwerpunkte sind die Situation der Lerngemeinschaft, soziale und pädagogische Themen. Der Informationsaustausch mit der Schulleitung ist intensiv und zeitnah zu allen anfallenden Themen.

Die Schülervertretung vertritt die Interessen der Schülerinnen und Schüler gegenüber der Schulleitung, den Eltern und den Lehrerinnen und Lehrern. Dies geschieht durch Partizipation in diversen schulischen Gremien, um die Rahmenbedingungen für ein produktives und angenehmes Lernklima zu schaffen. Darüber hinaus beschäftigt sich die SV mit der Planung und Durchführung von Veranstaltungen, die das Zusammenleben in der Schule fördern, wie z. B. die Spaßolympiade für die Unterstufe. In regelmäßigen Treffen werden dazu gemeinsame Entscheidungen getroffen und Projekte erarbeitet.

Die SV engagiert sich für die Durchführung der landesweiten Aktion Sozialer Tag am Gymnasium Kronshagen.

Seit Februar 2012 steht der Schule eine Mitarbeiterin für Schulsozialarbeit zur Verfügung. Daraus ergibt sich ein weiterer Ansatzpunkt, um das Miteinander in der Schule zu verbessern. Gleichzeitig steht den Schülerinnen und Schülern eine weitere Möglichkeit zur Verfügung, um individuell Probleme anzusprechen und Hilfe zu bekommen.

Maßnahmen bzw. Ziele

  • Weiterarbeit des Schulentwicklungsausschusses
  • Heranführung der Klassensprecher an ihre Aufgaben durch entsprechende Seminare
  • Regelmäßige Schulungen für Schulsanitäter
  • Überprüfung und Überarbeitung des Schulprogramms

Verantwortung

  • Klassenlehrer
  • Elternbeiräte
  • Schülervertretung
  • Klassensprecher und Schüler

6. Unser Präventionskonzept

Prinzipien

Am Gymnasium Kronshagen ist die Präventionsarbeit ein Beitrag zu einer angstfreien, humanen Atmosphäre in der Schule. Dabei geht es darum, gemeinsame Werte in der Gemeinschaft von Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften abzustecken und dabei auch die Eltern einzubeziehen.

Ein respektvoller Umgang miteinander ist wesentlicher Bestandteil des schulischen Lebens. Aus diesem Grunde versuchen wir, Probleme und Konflikte gewaltlos zu lösen und ein Klima des Vertrauens, der Toleranz und gegenseitiger Rücksichtnahme zu gestalten.

Wir ermutigen Schülerinnen und Schüler, gegen Rassismus und Mobbing aufzutreten.

Im Rahmen der Suchtprävention informieren wir über riskanten Konsum von Suchtmitteln, Medien und Glücksspiel mit dem Ziel, Schülerinnen und Schülern Handlungsmöglichkeiten eines verantwortlichen Umgangs aufzuzeigen.

Die Präventionsangebote werden regelmäßig aktualisiert und soweit möglich evaluiert. Im Rahmen des Präventionsausschusses, der sich regelmäßig trifft, wird die Arbeit an einer schülerorientierten Prävention am Gymkro unterstützt. Hier arbeiten Eltern, Lehrer, Schüler und Schulsozialarbeit gemeinsam.

Planung der Präventionsarbeit im Schuljahr

Jahrgang 5 / 6

  • Kinder stark machen
  • Lions Quest und Klassenrat ( Ziel: respektvoller Umgang und demokratisches Miteinander sollen geübt werden. Stärkung des Individuums in der Gruppe)
  • Jg. 7-11 Klassenrat (alle 2 Wochen bis 4 Wochen zu aktuellen Themen der Klasse)

Lions Quest" (Soziales Lernen) in der 5. Klasse hat ausgeprägt präventive Aspekte. Diese Maßnahme wird durch den Klassenrat erweitert, den viele Schülerinnen und Schüler bereits aus der Grundschule kennen.

Jahrgang 6 - 8

  • Be smart - don´t start (Prävention Rauchen)
  • Aktionen unter dem Motto „Weniger ist mehr" zur Stärkung der Verzichtskompetenz werden in den 6. bis 9. Klassen durchgeführt.
  • Projekt Lebenslust-Leibeslust
    - Training eines achtsamen Umgangs mit sich und dem eigenen Körper
    - Selbstwahrnehmung - Fremdwahrnehmung
    - Schönheitsideale

Jahrgang 7

  • Medi@tors ( Ausbildung für Schüler der 8. und 9. Klasse alle zwei Jahre)
  • Prävention gegen Alkohol und Drogen (Polizei NMS) Termin vor der der Kieler Woche
  • Cybermobbing (Theater Werftpark, Weißer Ring, Polizei NMS)

Jahrgang 8

  • Aufklärung „Legal Highs“ durch Droge 70
  • Thema sexuelle Übergriffe (Sexting), Bulimie, Mobbing (evtl. Theaterwerkstatt Osnabrück)
  • Evtl. Cybermobbing

Jahrgang 9

  • Wiederaufnahme der Themen Jg. 6-8
  • Droge 70 mit erweitertem Programm

Jahrgang 10-12

  • Drogen – und Suchtprävention
    • Besuch in Bredstedt
    • Erlernen von Entspannungstechniken und Lernstrategien

Umsetzung

Die Präventionsmaßnahmen sind als Spiralcurriculum angelegt und begleiten die Schüler durch ihre Zeit am Gymkro. Neben den obligatorischen, festen Terminen werden, je nach Notwendigkeit, weitere Aktionen durchgeführt. Die Themen werden von der Klassenleitung auf die Klasse abgestimmt. In der Oberstufe finden Vorträge durch Fachleute statt. Innerhalb der Schülerschaft sind auf einem entsprechenden Seminar ausgebildete Medi@tors aktiv. Sie helfen ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, angemessen mit Handys, sozialen Netzwerken etc. umzugehen und sie bilden als Multiplikatoren weitere Schülerinnen und Schüler unserer Schule für diese Aufgabe aus.

Im Rahmen einer Prävention im Team (PIT) stehen die Schulsozialarbeiter als Ansprechpartner für Schüler und Kollegium zur Verfügung.

Die Schulfahrten haben als Gemeinschaftserlebnisse im Zusammenhang mit Prävention einen hohen Stellenwert, dazu gehören eine dreitägige Fahrt in die nähere Umgebung („Kennenlernfahrt") in der 5. Klasse, eine Klassenfahrt mit erlebnispädagogischem Akzent in der 8. Klasse, das Schulzeltlager für die Unter- und Mittelstufe, das mit Hilfe von Oberstufenschülern organisiert wird, und eine Studienfahrt in der Oberstufe.

Verantwortung:

- Stufenleitungen
- Klassenlehrer
- Fachlehrer
- Präventionsausschuss

Ansprechpartnerin: Dr. Ellen Schwab

7. Die Angebote der Offenen Ganztagsschule

Prinzipien

Das Gymnasium Kronshagen als Offene Ganztagsschule bietet über den Unterricht hinaus ein Mittagstischangebot, eine Hausaufgabenbetreuung und vielfältige Arbeitsgemeinschaften an. Schülerinnen und Schüler können dadurch bis 15.00 Uhr in der Schule lernen bzw. ihre Freizeit gestalten.

Umsetzung

Die Schule verfügt mit der benachbarten Gemeinschaftsschule zusammen über eine gemeinsame Mensa mit dem Angebot eines warmen Mittagessens. Eine Cafeteria ergänzt das Speisenangebot am Schulvormittag.

Nach Unterrichtsschluss können Schülerinnen und Schüler an einer Hausaufgabenbetreuung teilnehmen oder eines der AG-Angebote aus verschiedenen Bereichen nutzen, z. B. Musik (zwei Chöre, Big Band, Streicher AG, Instrumentalkreis, Percussion-AG), Sport, Theater, Kunst und Technik.

Maßnahmen bzw. Ziele

  • Qualität des gemeinsamen Mittagessens sichern
  • ausreichend Platz schaffen für die zunehmende Zahl der Mittagsgäste

Verantwortung

  • Schulleitung
  • Arbeitskreis Mensa

8. Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern

Prinzipien

Die Öffnung der Schule in der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern ist verbunden mit Besuchen von Fachleuten in der Schule und mit dem Lernen an anderen Orten.
Die Kooperationen mit außerschulischen Partnern haben zum einen eine allgemeinbildende Funktion, indem sie den Unterricht durch neue Perspektiven berei-chern, zum anderen haben sie eine berufs- und studienorientierende Funktion.

Wir möchten damit unsere Schüler in die Lage versetzen, sich vor dem Hintergrund einer Einschätzung ihrer eigenen Fähigkeiten möglichst frühzeitig Gedanken über ihren späteren beruflichen Werdegang zu machen. Mit der Berufsorientierung und mit der Studienorientierung wollen wir erreichen, dass unsere Schüler die Chancen nutzen, Informationen, Beratungsangebote, und professionelle Unterstützung für die Wahl des für sie passenden Weges zu bekommen.

Umsetzung

Die Kooperation mit der Fördesparkasse und der Daimler-AG lässt die Schüler unter anderem von einem Bewerbungstraining und von Praktikumsplätzen profitieren.

In der 9. Klasse findet ein Betriebs- oder Sozialpraktikum statt, in der 11. Jahrgangsstufe (G8) ein zweiwöchiges Wirtschaftspraktikum, das eingebunden ist in das Fach Wirtschaft/Politik.

Die Kooperation mit Instituten der Christian-Albrechts-Universität Kiel und Vorträge von Professorinnen und Professoren in der Schule –Schüleruniversität– bieten den Oberstufenschülerinnen und – schülern Einblicke in mögliche Studiengänge.

Die Abschlussklassen haben Gelegenheit zum Besuch der Studieninformationstage an der Universität und der Fachhochschule in Kiel und der Sprechstunde des Berufsberaters der Arbeitsagentur in der Schule.

Darüber hinaus gibt es projektbezogene Kooperationen mit Firmen und Institutionen, z. B. die Zusammenarbeit mit der Theaterpädagogik des Theaters Kiel.

Maßnahmen bzw. Ziele

Weitere Ausgestaltung der Kooperationen, z. B. durch eine Assessment-Veranstaltung für Klassen der Oberstufe

Verantwortung

  • Fachschaft Wirtschaft/Politik
  • Koordinator für Kooperationen mit außerschulischen Partnern
  • Mittel- und Oberstufenleitung

9. Ein internes Qualitätsmanagement

Prinzipien

Wir übernehmen Verantwortung für die Qualität unseres Unterrichts und unserer außerunterrichtlichen Angebote und für die Ergebnisse unserer Arbeit. Diese evaluieren und analysieren wir, um Strategien und Maßnahmen zur Verbesserung unserer Arbeit zu entwickeln.

Umsetzung

Wir befassen uns systematisch mit den Ergebnissen des Zentralabiturs und von VERA und nutzen sie, um Stärken und Schwächen von Lerngruppen und einzelnen Schülerinnen und Schülern zu identifizieren und leiten Maßnahmen für Unterrichtsentwicklung und individuelle Förderung ein (Grundlage: Daten aus dem Ministerium für Bildung und Kultur)

Fach- und personenbezogenen Entwicklungsbedarf ermitteln wir auch aus den schuleigenen Daten (z.B. Ergebnisse von Klassenarbeiten, sonstige Bewertungen, Fachkonferenzarbeit usw.).

Das Delegationsprinzip stellt sicher, dass die Verantwortlichkeit für die Qualitätsentwicklung auf vielen Schultern liegt. Eine besonders wichtige Stellung kommt dabei den Fachkonferenzleitungen zu, denen die Verantwortung für die fachbezogene Unterrichtsentwicklung übertragen ist. Fachkonferenzleitungen werden daher gezielt durch den Schulleiter besetzt. Die Verantwortlichkeiten für weitere Bereiche der Qualitätsentwicklung werden im schulischen Geschäftsverteilungsplan ausgewiesen.

Ein wichtiges Instrument schulischer Qualitätssicherung ist Kooperation zwischen Lehrkräften und das Gespräch über Unterricht auch außerhalb der Fachkonferenzen. Die Möglichkeiten hierfür sollen so weit wie möglich verbessert werden.

Die Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler erfolgt vor allem durch die Weiterentwicklung der Feedback-Kultur. Mindestens einmal pro Halbjahr findet in jedem Fach ein formalisiertes Feedback der Schüler an die Lehrkräfte statt, das Grundlage für ein Gespräch über die Unterrichtsqualität sein soll. Darüber hinaus evaluieren die Schülerinnen und Schüler besondere Lernangebote bzw. Lerngelegenheiten wie z.B. Fahrten, Wettbewerbe, Lernangebote außerhalb der Schule usw..

Für die Evaluation des individuellen Lernprozesses nutzen die Schülerinnen und Schüler u.a. Selbstbeobachtungsbögen, Peer-Nominationsbögen und Lerntagebücher.

Verantwortlichkeiten

  • Fachlehrer
  • Klassenlehrer
  • Schulleitung
  • Schülerinnen und Schüler

Maßnahmen bzw. Ziele

  • Nutzung von Leonie+ als Feedbackmöglichkeit
  • eine Kollegin mit Ausbildung zur Leonie+-Multiplikatorin unterstützt diesen Prozess.