um vierten Mal gab es in diesem Jahr einen Austausch mit unserer Partnerschule in Penza, Russland.
Schon das Abschiedsgrillen bei Familie Raabe in Flemhude im Sommer war gemütlich und lustig und zeigte, dass die Teilnehmer am Austausch sich am Ende der Woche gut zusammengefunden hatten.

Bei unserem pensa_2_h.jpgGegenbesuch in Penza vor den Herbstferien hatten wir als erstes einen kleinen Zwischenstopp in Moskau eingeplant.  

Denn wenn man sowieso bis Moskau fliegt und von da mit der Bahn weiterfährt, muss man doch den Roten Platz, die Basiliuskathedrale und das GUM gesehen haben, alles besonders schön am Abend mit festlicher Beleuchtung. Am nächsten Tag auf der Stadtrundfahrt sah die Stadt zwar etwas grauer und üchterner aus, aber mit der wieder aufgebauten Erlöserkathedrale und dem Blick von den Sperlingsbergen bekamen wir einen detaillierteren Eindruck vom alten Zentrum und den darum herum entstandenen neueren und euesten Stadtbezirken.

Vom Bahnhof ging es dann mit dem Nachtzug „Sura“ zu unserem eigentlicheniel, nach Penza, zu unseren Gastgebern nach Huase. Die deutschen Schülerinnen und Schüler konnten (im 2. Lernjahr) noch nicht viel Russisch (Finja konnte es gar nicht!) und die russischen waren auch nochunsicher in Deutsch – d.h. Englisch wurde viel benutzt als die beiden Seiten vertrautere Fremdsprache. Aber mit den Gasteltern half das nicht in allen Fällen, da manche wenig Deutsch oder Englisch konnten. Trotzdemgelang die Kommunikation, da die Menschen dort offen und herzlich sind.

Unsere Partnerschule ist eine sehr aktive Schule. Während wir da waren, fand eine Auswahlprüfung für ein Stipendium in den USA statt, außerdem der jährliche Herbstjahrmarkt («осенняя ярмарка“), bei dem Klassen und Kurse sich verkleiden und Spezialitäten und Selbstgefertigtes anbieten. Außerdem halfen die deutschen Schülerinnen und Schüler beim Deutschunterricht in verschiedenen Klassen mit -  wie auch vorher schon die russischen Gäste im Russischunterricht in Kronshagen.

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An den Nachmittagen organisierten unsere Gastgeber für sich und uns vor allem Aktivitäten, die allen zusammen Spaß machten oder viele ermunterten mitzumachen: ein Picknick, Bowling, Kartfahren, Paintball, Eislaufen, ein gemeinsamer Ausflug ins Lermontov-Museum nach Tarchany. Wir sind – wie immer – sehr herzlich aufgenommen worden und waren überwältigt von der Gastfreundschaft unserer Freunde in Penza.
Ermöglicht wurde die Reise auch deshalb, weil die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch in Hamburg die Hälfte unserer Fahrtkosten übernahm. Diese Stiftung gibt es seit nunmehr 5 Jahren und sie hat in dieser Zeit annähernd 3000 Austauschmaßnahmen und Projekte unterstützt – so hoffentlich auch die nächste Reise von Kronshagen nach Penza.

Text: Antje Otto