Die Mechanik AG verfolgt zwei Ziele:

Jeder Teilnehmer soll diejenigen Sachen basteln können, die er immer schon bauen wollte, bisher aber nicht verwirklichen konnte. Dabei kann man mit Werkzeugen umgehen lernen, die eigenen Fähigkeiten einschätzen und erweitern. Insbesondere dürfen Sägespäne sowie Klebstoffflecken entstehen. Dazu sind Werkräume da.

Es hat sich gezeigt, dass ein großes Projekt für viele Zwecke geeignet ist, wir wählten eine HO-Eisenbahn. Es gibt immer was zu tun (falls einem gerade kein eigenes Projekt einfällt), man kann sehen, dass die eigene Arbeit durchaus wichtig ist- die Klappbrücke wird gebraucht, die Modellhäuser bilden eine Stadt, die Brücke im Stil eines römischen Aquädukts ist wichtig, sie wird zum Viadukt.

Darüber hinaus haben schon viele Leute festgestellt, dass sie Dinge können, von denen sie nichts wussten: Zum Beispiel Landschaften gestalten, Parks, Grundstücke.

Da die Eisenbahn so groß ist, findet jeder seinen Bereich, sozusagen ein Puzzleteil. Er ist dafür verantwortlich, dass es gut ist, funktioniert und zu den benachbarten Puzzleteilen passt. Die 'Puzzle'- Methode ist eine Vorform der Teamarbeit, da uns die Grenzen unserer Teamfähigkeit während der vergangenen Wochen deutlich geworden sind. Echter Vorteil der 'Puzzle'- Methode: Jeder kann und muss in seinem Bereich selbstständig und eigenverantwortlich denken und handeln. Dies ist ein zentrales Ziel dieser AG.

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Es gibt auch TeilnehmerInnen der Elektronik-AG, die gelegentlich Teile der Eisenbahn gestalten, wofür ich sehr dankbar bin. Viele Details würden sonst nicht fertig.

Wenn wir nun Kräne oder Brücken bauen oder Auffahrten, die dann auch benutzbar sind, lernen wir nebenbei auch noch Physik... völlig undramatisch und ohne Prüfungsdruck. Wir finden heraus, welche Hebelverhältnisse nützlich sind und welche nicht; dass ein kleiner E-Motor mit hoher Drehzahl dennoch ein großes Drehmoment hervorrufen kann, nur durch ein Untersetzungsgetriebe... und so weiter. Wenn wir dann auch noch berechnen, wie groß die gesamte Anlage eigentlich geworden ist, stellen wir fest, dass sogar jener Teil des Schulunterrichts (Flächenberechnung) einen realen Nutzen hat. Die Überraschung ist oft groß.

G. Post
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