Was sind denn eigentlich Handy-Scouts?

Handy-Scouts sind dazu da, um den jüngere Schülern zu zeigen, welche Auswirkungen auch kleine weiter geschickte Filme haben können. Wir dienen auch als Ansprechpartner, hauptsächlich für Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe, um im Notfall zu helfen.

 

Handy-Scouts am Gym-Kro„Hat einer von euch vielleicht Lust sich als Handy-Scout ausbilden zu lassen?", so wurden wir von unserer Lehrerin Frau Putzer in einer Biologiestunde angesprochen. Meine Freundin Lena und ich waren spontan interessiert und erfuhren nach weiteren Nachfragen, dass wir Interesse an Handys haben sollten und ausgebildet werden würden, damit wir jüngere Mitschülerinnen und Mitschüler für den Umgang mit Handygewalt fit machen können.
Ich konnte mir anfangs nicht viel darunter vorstellen, war aber ganz gespannt, was wir in der unterrichtsbefreiten Zeit machen würden: Mit Frau Putzer und Schülerinnen und Schülern aus ganz Schleswig-Holstein sollten wir von Sonntag bis Dienstag zusammen an dem Seminar in einem Tagungshaus in Lüthjenweststedt teilnehmen.

 

Als wir vor Ort ankamen, haben wir uns zusammen mit zwei Schülerinnen vom Gym Kro für ein sehr großes Zimmer mit Blick auf das Dorf Lüthjenweststedt entschieden. Nachdem alle angereist waren, wurden uns die beiden Seminarleiter Mareike Häsecker und Henning Evers vorgestellt, die uns alles Nützliche beibringen sollten. Zunächst haben wir den Seminarablauf durchgesprochen und einige Kennlernspiele gespielt.

Den Rest des Sonntageshaben wir damit verbracht, das sogenannte „Gewaltbarometer" zu erarbeiten: Es wurden verschiedene Fälle von psychischer und physischer Gewaltanwendung gegenüber Menschen und auch Tieren besprochen und die jeweilige Bewertung in einer Skala eingeordnet. Abschließend haben wir eine Gewaltdefinition erarbeitet. Diese Definition ist wichtig, um den jungen Schülerinnen und Schülern in den Workshops an unseren Schulen die Problematik von Handygewalt zu erklären. Wir haben den restlichen Abend dann mit Musik und Reden auf unserem Zimmer verbracht. Gespielt haben wir insgesamt sehr viel, damit wir eine große Auswahl an „warm up-Spielen" für die Planung der Workshops an unseren Schulen haben.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück wurden wir in Gruppen aufgeteilt und haben ein Fallbeispiel mit unterschiedlichen Methoden erarbeitet. Das Beispiel wurde entweder als Rollenspiel nach gespielt oder auf einem Plakat dargestellt. Nachdem wir damit fertig waren, sollten wir ein Storyboard schreiben für den von unserer Gruppe gedrehten Film zum Thema Handygewalt. Ich zum Beispiel habe ein Mädchen gespielt, dass von ihren Mitschülern gemobbt wurde, weil es einen Zettel mit der Aufschrift „Schubs mich" auf dem Rücken hatte. Das Mobbing wurde gefilmt und das Video hat dann die Runde gemacht: In meiner Rolle als Mobbingopfer wurde ich ausgelacht und ausgegrenzt. Abends haben wir die Videos mit den anderen Gruppen ausgetauscht und die Einsatzmöglichkeiten besprochen. Die selbst gedrehten Videos setzen wir auch in unseren Workshops ein. Am Dienstag haben wir uns einen Ablaufplan angefertigt, um die Workshops vorzubereiten. Mittags wurden wir dann von unseren Eltern abgeholt.

Nach dem Ausbildungsseminar haben einige von uns Herrn Dr. Sieverding und Frau Renwanz über die Inhalte und unsere Vorhaben in der Orientierungsstufe informiert. Alle drei Teams unserer Schule haben den Ablauf der Workshops in verschiedenen Treffen in den Pausen geplant und die notwendigen Arbeitsmaterialien vorbereitet. Im März 2012 haben Lena, Charly, Jonas und ich genauso wie die beiden anderen Teams die jeweils ersten beiden Workshops angeleitet. Unserem Team und mir hat der Workshop mit den Fünftklässlern sehr viel Spaß gemacht und wir konnten wichtige Erfahrungen sammeln.

Im Frühsommer werden wir zu einem Nachtreffen aller Handy-Scouts fahren, bei dem wir unsere Erfahrungen in den bisherigen Workshops austauschen. Als Abschluss bekommen wir ein Zertifikat über die Ausbildung als Handy-Scout.

(von Leoni Heyn)