Kro Snow 26

Schulskifahrt nach Matrei am Großglockner 16.1.-24.1.2026

Am frühen Freitagabend des 16. Januar stiegen 50 Schneefans aus der Oberstufe des Gymkros gemeinsam in den Reisebus, um sich auf den Weg nach Matrei am Großglockner zu machen. Trotz der späten Uhrzeit war die Stimmung von Anfang an gut. Während der rund 15-stündigen Nachtfahrt versuchten wir nach einer langen Schulwoche, möglichst viel zu schlafen, um für die kommenden Skitage fit zu sein. Allerdings führte der begrenzte Platz zu kreativen Schlafpositionen und nur die Gepäcknetze wurden nicht als Schlafplatz genutzt.

Am Samstagmorgen kamen wir in Matrei in den Hohen Tauern an. Nach dem Beziehen der Zimmer und einem ausgiebigen Frühstück standen zunächst die Zimmereinteilung, Orientierung im Ort, Materialcheck und Skiausleihe auf dem Plan. Der erste Tag diente bewusst dem Ankommen nach der langen Fahrt und abends starteten schon die ersten Spielerunden im Aufenthaltsraum.

Am Sonntag begann für viele der erste Skitag ihres Lebens. Das Wetter zeigte sich zunächst wenig entgegenkommend: Schlechte Sicht und grauer Himmel erschwerten einerseits den Einstieg, anderseits sahen die Schülerinnen und Schüler, die im letzten Jahr schon dabei waren, auch nicht, welche „wilden“ Pisten die Skiguides sie direkt schon wieder runterjagten.

Die Unterteilung erfolgte anfänglich in sechs Gruppen mit drei Erfahrungsstufen: Anfänger, Fortgeschrittene und Experten. Für viele Anfänger war bereits die erste Gondelfahrt ein besonderes Erlebnis in den Bergen, während sich die anderen über die lang ersehnte erste Abfahrt freuten.

Ab dem zweiten Skitag änderte sich das Bild deutlich. Das Skigebiet Karls Matrei lag über den Wolken, die Sonne kam heraus und blieb uns für den Rest der Woche treu. So löste auch Herr Zapel sein Kaiserwetter-Versprechen ein. Unter diesen Bedingungen machten alle Gruppen schnell deutliche Fortschritte.

Unterstützt wurden die Lehrkräfte Hr. Zapel, Hr. Westphal und Hr. von Spreckelsen von Karo, Sportlehrerin aus Niedersachsen, und Hannes und Marie, die als Schülerskilehrer einen super Job machten. Die Arbeit in kleinen Gruppen sorgte für individuelles Feedback und schnelle Lernfortschritte.

Im Laufe der Woche fuhren wir in alle Bereiche des Skigebiets und nutzten die guten Bedingungen mit Sonne und Schnee und freien Pisten intensiv. Dabei nahmen wir natürlich immer die erste Gondel des Tages.

Neben dem sportlichen Teil kam auch das Miteinander nicht zu kurz. Abends fanden im Hotel Spielabende statt, es wurde viel gelacht, geredet und gegessen. Ein besonderes Schmankerl waren die kleinen theoretischen Exkurse zwischendurch, deren Inhalt sich von Lawinenkunde, Berggipfeln der Umgebung, Dramen am Großglockner bis hin zum Paragleiten erstreckte.

Am letzten Skitag nutzten viele noch einmal bewusst jede Abfahrt. Die Zeit des „freien Fahrens“ kam allen zu Gute, die einen nutzen sie für einen Ausflug auf die Hütte, um sich einen traditionellen Kaiserschmarrn auf der Zunge zergehen zu lassen, während die anderen die leeren Pisten noch einmal richtig genossen. Die Fortschritte im Vergleich zum ersten Skitag waren beeindruckend, denn alle fuhren mit mehr Sicherheit, besserem Fahrgefühl und mehr Selbstvertrauen. Den letzten Abend ließen wir alle gemeinsam ausklingen, indem wir uns im Gemeinschaftsraum trafen und in drei Gruppen gegeneinander gequizzt haben.

Am Samstagmorgen des 24. Januar traten wir die Rückfahrt an. Die Stimmung im Bus war nach acht Tagen, davon sechs Pistentagen, entspannt bis erschöpft. Einen bleibenden Eindruck hinterließ noch das Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel, auf das wir einen schnellen Blick erhaschen konnten. Nach einer langen Rückfahrt kamen wir um Mitternacht wieder heil und sehr glücklich in Kronshagen an.

Ein besonderer Dank gilt unseren Lehrkräften und Karo sowie den Schülerskilehrern Hannes und Marie. Durch ihre Geduld, Kompetenz und ihr Engagement haben sie die Fahrt nicht nur organisiert, sondern für jeden von uns zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Die Skifahrt 2026 nach Matrei war geprägt von einer langen Busreise, der Erkenntnis, dass eine gute Sicht nicht immer nur ein Vorteil ist („Oh, ist das steil, bin ich da gestern wirklich runtergefahren?“) und anschließend perfekten Skitagen in der Natur mit tollen Leuten. Sie verband sportliche Entwicklung, Gemeinschaft und viele gemeinsame Erlebnisse, die allen Beteiligten in sehr guter Erinnerung bleiben werden.

Lara, Nick (12. Jhg.) und ein bisschen M. Zapel


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